das kleine Gebet

Anbetung in Stift AdmontEs sind ja oft die kleinen Worte oder Gebete, die uns stärken und uns fortschreiten lassen auf dem gemeinsamen Weg der Gottsuche.
1. Vor etwa einem Monat hatten wir eine Oblation in Admont. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was unser Abt gepredigt hat. Aber daran, dass er offenherzig für Nachwuchs gebetet hat – nämlich nicht nur für sein eigenes Kloster, sondern auch für die Gemeinschaft des anwesenden Prälaten von Reichersberg.
2. Gestern durfte ich an der Seite von Pater Koloman die Vesper singen. Das ging alles gut. Nur beim Magnificat und der dazugehörigen Antiphon haben wir uns e bisi vertan. Umso inniger waren dann diese zwei (im deutschen drei) Wörter, die das Vaterunser einleiten: Kyrie Eleison. Herr, erbarme dich.
Auf Gott, den HERRN, vertrauend.

Die Höflichkeit der Koreaner und die Ausdauer der Polen

Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus: denn er wird sagen: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35)  Allen erweise man die angemessene Ehre, besonders den Brüdern im Glauben und den Pilgern. (Gal 6,10) RB 53, 1+2

koreanische PriesterDas Stift Admont liegt zentral in Österreich und so kommen auch ganz verschiedene Menschen in unser Kloster. Diese Woche besucht uns eine Pilgergruppe aus Korea. Es ist bemerkenswert, wie diese asiatischen Christen ihre Ehrerbietung einander erweisen. Mit einem freundlichen Niedersenken des Kopfes wird man begrüsst und, wenn man ihnen einen stiftischen Wein einschenkt, dann stehen sie auf. Lustig war dann, wie ich die Zimmereinteilung gemacht habe und die koreanischen Namen der Reihe nach ausgerufen habe. „Choi Ui Jeong“ zum Beispiel… Das Bild zeigt vier koreanische Priester mit mir.

Radfahrer aus Oberschlesien im Stift AdmontLetzte Woche hatten wir neun Pilger, die mit dem Rad von Oberschlesien zur Madonna del Ghisallo, zur Schutzpatronin der Radfahrer, unterwegs waren. Ich wusste ja, dass wir Katholiken für alles einen Schutzpatron haben; aber einen extra Wallfahrtsort für Radfahrer, das war auch mir neu. Das Bild zeigt sechs der neun Radlpilger mit Abt und Subprior.

Radlfahrer in Admont

Fledermaus, Hase und Schwan

Herr, wie zahlreich sind deine Werke! Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. (Psalm 104, 24)

Fledermaus in der Chorkapelle
rechts unten hängt sie: eine Kleine Hufeisennase

Unser Stift ist gerade im Juli voller Tiere; es kreucht und fleucht nur so. Mit offenen Augen sieht man die Fledermäuse, die im Dachboden der Klosterbibliothek ihr Domizil haben und nachts durch die Lüfte schweben. Manch eine verirrt sich auch; so hatten wir letzte Woche einen Gast beim Chorgebet. Eine Fledermausexpertin hat das putzige Tier dann abgeholt und uns erklärt, dass es sich um eine Kleine Hufeisennase handelt.

Auch einen Hasen hatte ich letzte Woche im stiftischen Kräutergarten entdeckt:

Viele Gäste bewundern die Schwäne auf unserm Stiftsteich. Sie gehören in ihrer Majestät schon richtig zum Stift dazu:

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Wien, Admont, Salzburg

Guten Morgen, AdmontImmer wieder kommen Gäste von weit her in unser Stift, die ganz bewusst unser Kloster sehen (und hören) wollen und sonst fast nix.

  • Am Sonntag war ein Mann in der Choralvesper, der sich auf der Durchreise von Südtirol nach Bremen befand und hier extra Halt gemacht hat. Er hatte unsere Choralvesper schon mal gehört und wollte unbedingt wieder mal dabei sein.
  • Ich hatte heuer schon zwei Gäste, die eine Woche in Österreich gewesen sind und sich „nur“ Wien, Admont und Salzburg anschauen wollen. Jean-Marc ist einer von beiden. Er beschrieb unsere Region mit den Worten: „Berge, Wald und FRIEDE„.
    Als ich ihm erklärte, dass unser Kloster 1074 gegründet wurde, sprach er lauthals von einem Wunder, dass hier schon so lange Mönche leben.

Vogelgezwitscher zur Wandlung

St. Gallen in der Steiermark, Ostern 2016Freitags in de Früh hab ich in St. Gallen weder Mesner noch Ministrant. Das ist eine der wenigen Messen in de Woch, wo keine Glocken zur Wandlung erklingt. Umsomehr freue ich mich in diesem herrlich grünen Frühsommer, wenn man die Vögel außen hört und sie zur Wandlung ihr Gezwitscher besonders kräftig in den Himmel rufen. Ois zur größeren Ehre Gottes.