die Freiheit eines Märtyrers

Am 03. Februar feiern wir Benediktiner von Admont unser Patrozinium. Auch dieses Jahr kam Prior P. Maximilian Krenn OSB, Administrator des Kärntner Benediktinerstifts St. Paul, und hielt uns die Festpredigt.

Predigt des Administrators P. Maximilian Krenn OSB:

(erstellt aus meinen Notizen während der Predigt) Viel gibt der heilige Blasius nicht her. Man weiß, dass er aus der heutigen Türkei kommt und Märtyrer gewesen ist. Alles andere über ihn ist Legende. Was ist das Martyrium? Es ist das Wagnis des Glaubens sein Leben hinzugeben. Doch ist das nicht nur ein Gedanke, der für einige wenige Fromme interessant ist? Hat das was mit unserem Leben zu tun? Das Leben geben für den Glauben. Tun das nicht auch die Glaubensfanatiker, die mit Sprengstoffgürtel andere und auch sich selber in die Luft sprengen? So einer ist ein Attentäter. Noch dazu ein Selbstmörder. Ihm fehlt aber das entscheidende! Er ist bereit sein Leben zu geben, aber ihm fehlt der Glaube. Das lateinische Wort für Glaube ‚Credo‘ bedeutet „sein Herz geben“. Nicht andere vernichten! Jemand, der sein Herz gibt, erfreut sich am anderen. Dies ist auch das Beispiel Jesu. Er stirbt für uns aus Liebe. Er hätte es beenden können. Die Macht war ihm gegeben. Doch wie das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt und reiche Frucht bringt, so gibt auch Jesus sein Leben hin und stirbt für uns, um mit uns zu leben.   Das Geheimnis der Liebe ist, dass man nicht möglichst viel einsackt, sondern (sich) gibt. Eine Mutter teilt unter ihren Kindern Brot und gibt so das Leben weiter. Alles was du aus Liebe tust, bringt Frucht / leben hervor.

Ein greifbareres Beispiel eines Märtyrers ist der heilige Maximilian Kolbe OFMconv. (Der Namenspatron des Predigers) Er ist in Ausschwitz im Hungerbunger gestorben. Es brach einer oder mehrere aus dem Lager aus. als Vergeltung beschloss die Lagerleitung, dass zehn Insassen ausgewählt werden und in den Hungerbunker müssen.  P. Maximilian Kolbe war nicht betroffen. Doch der Märtyrer zeigt auf. Er hatte die Eingebung: „geh du statt seiner!“ die Lagerleitung willigte ein und Maximilian wurde statt eines Familienvaters dem Tode geweiht. Im Hungerbunker war er es, der seine Leidensgenossen aufbaute. 

Es geht bei Martyrium auch darum, dass man frei davon ist, zu kurz zu kommen. Frei geworden von sich selbst. Sich annehmen und sich lieben, sind wichtig. Es geht aber nicht nur um mich. Daraus resultiert eine echte Freiheit. Die Freiheit, die uns Christus Jesus geschenkt hat; er ist frei und gibt sein Leben hin.  

Studientag der Benediktiner in Melk

Am 03. Dezember durfte ich gemeinsam mit Abt Gerhard und Pater Johannes zum Studientag der Benediktiner in das niederösterreichische Stift Melk fahren. Aus jedem der österreichischen Klöster waren die Äbte und mindestens noch ein Bruder anwesend. Mit Blick auf das Generalkapitel 2020 in Admont sprachen wir über unsere Verantwortung für die Schöpfung und wie wir Projekte in unseren Häuser umsetzen können.

Lateinische Vesper in den Sommerferien

Lateinische Vesper & Komplet im Benediktinerstift Admont

Unsere beiden Topsänger waren heute nicht da, aber Frater Rupert (auch an der Orgel) und ich haben eine super Schola abgegeben. Es sind natürlich immer die Vespern, wo der Stiftsorganist oder der 1. Kantor verhindert sind und dann besonders viele Leute im Kirchenschiff Platz nehmen. Sonst kommen drei bis acht, heute waren an die 50 Leute da. Damit Gott in allem verherrlicht wird.

Admont Vorreiter in den sozialen Medien

Bibliothek des Benediktinerstiftes Admont

Es gibt kein anderes Kloster in Europa, dessen Aktivitäten so viele Menschen auf facebook verfolgen wie unser Benediktinerstift Admont. Neudeutsch: 30.236 Follower. Das ist vor allem der offensiven Strategie unserer Marketingabteilung zu verdanken; aber auch der Herr Abt und viele Brüder, die dem ganzen ihr Gesicht leihen und vor allem Frater Vinzenz, der an vorderster Front dabei ist, haben ihr Scherflein dazu beigetragen.

Natürlich sind wir uns darüber im Klaren, dass wir mit einem offensiven Facebook-Auftritt auch eine Plattform für Kritik bieten. Da fällt es einem nicht immer leicht, Kritik anzunehmen und verständnisvoll zu reagieren. (…) Meistens ist der Kritiker froh und vielleicht auch erstaunt, dass er eine Rückmeldung bekommt.“

So werde ich in den Salzburger Nachrichten zitiert. (Artikel vom 24.06.2019)

Wenn die Anzahl der Likes auch wächst, verliert nicht euer Herz an sie!

frei nach Psalm 62,11b

Gebhardstag 2019

Heuer feierten wir einen ganz besonderen Gründertag im Benediktinerstift Admont: Die Gebeine unseres Gründers Gebhard von Salzburg wurden vor einer guten Woche gesichtet und sein Haupt war heute für alle sichtbar auf dem Altar zu sehen. Prior Pater Maximilian erinnerte in seiner Predigt an den seligen Gebhard, aber auch an die ersten zwölf Mönche, die vor 945 Jahren in Admont begannen, zu beten, zu arbeiten und die Schriften zu lesen.

Von Hall aus bin ich zu Fuß mit zwölf Gläubigen nach Admont gepilgert. Zum Lobe Gottes. Amen.