Admont Vorreiter in den sozialen Medien

Bibliothek des Benediktinerstiftes Admont

Es gibt kein anderes Kloster in Europa, dessen Aktivitäten so viele Menschen auf facebook verfolgen wie unser Benediktinerstift Admont. Neudeutsch: 30.236 Follower. Das ist vor allem der offensiven Strategie unserer Marketingabteilung zu verdanken; aber auch der Herr Abt und viele Brüder, die dem ganzen ihr Gesicht leihen und vor allem Frater Vinzenz, der an vorderster Front dabei ist, haben ihr Scherflein dazu beigetragen.

Natürlich sind wir uns darüber im Klaren, dass wir mit einem offensiven Facebook-Auftritt auch eine Plattform für Kritik bieten. Da fällt es einem nicht immer leicht, Kritik anzunehmen und verständnisvoll zu reagieren. (…) Meistens ist der Kritiker froh und vielleicht auch erstaunt, dass er eine Rückmeldung bekommt.“

So werde ich in den Salzburger Nachrichten zitiert. (Artikel vom 24.06.2019)

Wenn die Anzahl der Likes auch wächst, verliert nicht euer Herz an sie!

frei nach Psalm 62,11b
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Gebhardstag 2019

Heuer feierten wir einen ganz besonderen Gründertag im Benediktinerstift Admont: Die Gebeine unseres Gründers Gebhard von Salzburg wurden vor einer guten Woche gesichtet und sein Haupt war heute für alle sichtbar auf dem Altar zu sehen. Prior Pater Maximilian erinnerte in seiner Predigt an den seligen Gebhard, aber auch an die ersten zwölf Mönche, die vor 945 Jahren in Admont begannen, zu beten, zu arbeiten und die Schriften zu lesen.

Von Hall aus bin ich zu Fuß mit zwölf Gläubigen nach Admont gepilgert. Zum Lobe Gottes. Amen.

benediktinisch – österlich

Pater Prior lud zur 12. Monatswallfahrt um Geistliche Berufe auf den Frauenberg und viele kamen. Als Prediger konnte MMag. Pater Florian Ehebruster OSB aus dem Stift Seitenstetten gewonnen werden. Bei ihm als Prediger passen die beruhigende Stimme und der Inhalt einfach zusammen. Als Einstieg nahm er eine österliche Szene aus dem Leben des Heiligen Benedikt von Nursia (Gregor, Dialoge II,1,6: Der Osterbote).

Gewiss! Es ist Ostern, denn ich durfte dich sehen.

Mit dieser Aussage weist unser Ordensvater Benedikt laut Pater Florian darauf hin, dass Ostern ein zutiefst gemeinschaftliches Fest. So wie die Frauen am Grab den Aposteln berichten, die Apostel sich immer wieder versammeln und der Auferstandene den Betrübten hinterhergeht, so sind auch wie Christen aufeinander angewiesen und bedürfen einander.

Nach der Messe in der Wallfahrtskirche fand wie immer eine Lichterprozession und ein anschließendes kurzes Gebet an der Fürbittkapelle statt. Zum Lobe Gottes.

Jahresexerzitien 2019

Mit der Vesper fingen heute unsere Jahresexerzitien an. Prof. em. Dr. Bernhard Körner aus Graz wird uns drei Tage lang in die Spiritualität der französischen Sozialarbeiterin und Mystikerin Madeleine Delbrel (1904-1964) einführen.

Wacht und betet allezeit

Museum des Stiftes AdmontIn meinem Schulpraktikum im Bezirk Baden war ich mit Bruder Christoph unterwegs, der zu einer neuen geistlichen Gemeinschaft gehört hat. Total netter Typ. Und wir beide haben mit unserem Ordenskleid natürlich ordentlich Aufsehen erregt. Die Kinder durften uns ab und an auch Fragen stellen und da kam dann eine Frage, wie oft beten ihr denn. Ich habe geantwortet, dass wir uns drei Mal am Tag zu Gebet versammeln, zusätzlich noch zur Heiligen Messe. Und dabei war ich innerlich der festen Überzeugung, dass das ja das besondere an uns Benediktinern ist, dass wir uns mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet versammeln. Bruder Christoph hat geantwortet, dass er sein Leben als Christ eigentlich so versteht, dass er immer im Gebet ist. Auch bei der Arbeit, beim Unterrichten, kurz vorm Einschlafen, beim Gespräch mit jemandem. Immer soll man im Gebet (im Kontakt) mit Gott sein.
Meine stolz geschwellte Brust wurde plötzlich schmal wie Bohnenstange und ich merkte, dass ich eben gar nicht genug bete.

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.  Lk 21,36

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Erstprofess in Admont

Erstprofess der Fratres Alexander und RupertAm 22. September haben zwei Fraters (Frater Alexander und Frater Rupert) in die Hände von Abt Gerhard ihre erste Profess abgelegt. Sie binden sich damit nach einem Jahr Noviziat für drei Jahre an die klösterliche Gemeinschaft. Dann findet meist die Feierliche Profess statt, wo sich der Mönch für sein ganzes Leben an die klösterliche Gemeinschaft bindet.

Stichwortartige Wiedergabe der Predigt von Abt Gerhard aus Anlass der  Zeitlichen Profess der Fratres Alexander und Rupert am 22. September 2018.

Mitschrift Pater Ulrich

Abt Gerhard zitiert aus seiner Predigt zur Einkleidung. Ihr seid nervös, ich bin es auch. Damals eure Einkleidung und meine erste Einkleidung als Abt. Heute eure Erstprofess und meine erste Profess, die ich als Abt abnehmen darf.
Was heisst es die Profess abzulegen und Benediktiner in Admont zu sein? Lobpreis, Gottsuche, auf Christus hören und schauen, eine Provokation (Ja, es gibt noch junge Männer, die hier eintreten), da sein für Gott und die uns anvertrauten Menschen, wir sind keine Männer-WG, sondern eine klösterliche Gemeinschaft.
Jeder Admonter Mönch verspürte den Ruf sein Christsein hier zu leben. Benediktiner von Admont sind eine Lebensgemeinschaft und eine Glaubensgemeinschaft.

Et sollicitudo sit si revera Deum quærit, si sollicitus est ad opus Dei, ad oboedientiam, ad obprobria. (RB 58,7. Deutsche Übersetzung: Man achte genau darauf, ob der Novize wirklich Gott sucht, ob er Eifer hat für den Gottesdienst, ob er bereit ist zu gehorchen und ob er fähig ist, Widerwärtiges zu ertragen. )

Obprobrien gibt es allemal.
Anekdote. Wie einmal ein Bruder gesagt hat: „Meine Aufgabe ist es, den anderen Brüdern ein Obprobrium zu sein.“
Das Leben in Admont ist geprägt vom Inhalieren des Psalmen. (Hier Dank an Pater Novizenmeister und Pater Prior).

Die drei klösterlichen Gelübde:

Gehorsam: Auf Gott hören. Es zählt nicht der reine Eigenwille. Vielmehr gilt es ein Hörender zu sein.
Klösterlicher Lebenswandel: Es ist nicht das Materielle, das uns erlöst. Wir wollen als Mönche dem dienen, dem Anbetung gebührt, dem dreifaltigen Gott. Wir sind keine Einsiedler und erst recht keine Eigenbrötler. Es ist für einen Mönchen zu wenige, wenn er sagt, „Ich fühle mich mit der Gemeinschaft verbunden.“ Das wäre wie wenn Gott sagen würde: „ ich glaube, ich sollte Mensch werden.“ ER IST Mensch geworden. Genauso gilt es für uns Tag für Tag die Prioritäten entsprechend zu setzen: Gebetsgemeinschaft, Mahlgemeinschaft, in den Aufgaben des Alltags Gemeinschaft mittragen.
Beständigkeit in der Gemeinschaft: Der Großteil der Brüder bleibt einem ein Leben lang erhalten. Man kann darauf antworten: „Gott sei Dank“ oder „Um Himmels willen.“

Alexander und Rupert sind unkompliziert und bodenständig. Mit ihnen gibt es keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern sie verkörpern die Buntheit des Lebens.
Mit Alexander scheint der weißblaue Himmel Bayerns auch in Admont. Beide Brüder bringen so viele Begabungen in unseren Konvent. Abt wünscht zum Schluss der Predigt: Lebt mit Freude und Begeisterung euer Benediktinersein. Seit Menschenfischer. Viel Kraft und Gottes Segen.

9 Jahre und immer noch dabei

Neun Jahre liegt meine feierliche Profess zurück und wenn ich mir dieses Video (in 2009er Qualität) anschaue, dann kommen Erinnerungen an die vielen Mitfeiernden:

  • manche haben voll abgespeckt (ich nicht).
  • viele sind verstorben.
  • manche sind Äbte geworden.
  • manche haben den Orden verlassen.
  • einer (der Gäste) sitzt im Gefängnis.
  • einer ist in unsere Gemeinschaft eingetreten. 🙂
  • einer hat die Una Sancta verlassen.
  • manche haben inzwischen Kindern das Leben geschenkt.

Nächste Woche haben wir unsere Konventexerzitien; da werden wir auch unsere Gelübde erneuern. Das will ich auch und…

… an Gottes Barmherzigkeit niemals verzweifeln. (RB 4,74)

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