Der Herr ist auferstanden.

Ja, er ist wahrhaft auferstanden.
Ich durfte in der Früh um 05:00 Uhr in Ardning die Osternacht feiern. Es ist wirklich eine Gnade in dieser kleinen Kirche mit den Ardningern (inklusive Bürgermeister) zu beten, zu singen und auf das Wort Gottes zu hören.

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Frühjahrsvollmond

Unser kirchlicher Kalender nimmt sowohl auf das Sonnenjahr, als auch auf den Mondzyklus Rücksicht. Wenn auch heuer ein Osterparadoxon eingetreten ist, so war doch heute in der Früh der eigentliche Vollmond. Das Licht dieses Vollmonds beschien am gestrigen Abend gar herrlich die Berge. Zu sehen auf diesem Foto.

Kirchweihfest in der Stiftskirche

Heute in der Früh feierten wir um 07:00 Uhr das Kirchweihfest als Pontifikalamt in der Admonter Stiftskirche. Ich hatte ehrlich gesagt befürchtet, dass wir nur sehr wenige Leute sind, da die Novizen zum Studium schon außer Haus sind und manche Brüder zu alt sind oder zeitgleich in den Pfarren ihre Messen hatten. Aber dann, o Wunder, war eine Pilgergruppe da, die zu Fuß auf dem Benediktweg von Spital nach Seckau unterwegs sind. Auch einige Admonter feierten mit.

Abt Gerhard sprach in seiner Einleitung vom Kirchenbau. Er erwähnte das schützende Dach (der Segen von oben), die Säulen (die viele Christen, die ausharren und die Pfarre mittragen), den Mörtel (die Liebe, die uns verbindet) und den Schlussstein Christus (der alles zusammenhält).

Besonders gut hat mit natürlich der Mörtel gefallen: Die Liebe, die uns alle verbindet. Das hat mir dann doch besser gefallen als der Beitrag von Radio freequenns am gestrigen Abend. Da meinte die Moderatorin, dass Menschen zusammenfinden, weil sie ähnlich den Tieren Triebe haben und das dann zB. Mann und Frau zusammenführt. So sucht eine Frau ihren Mann, weil sie sich überlegt, mit wem kann ich meine Gene am besten (an Kinder) weitergeben. Den Begriff Liebe verwendete sie nur, als sie von ihren Haustiere sprach. Ihr Gegenüber widersprach ihr nicht und gab ihr Recht.

Na Bravo. Ist das alles?

 Kirchweih in Admont

Die Höflichkeit der Koreaner und die Ausdauer der Polen

Alle Fremden, die kommen, sollen aufgenommen werden wie Christus: denn er wird sagen: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35)  Allen erweise man die angemessene Ehre, besonders den Brüdern im Glauben und den Pilgern. (Gal 6,10) RB 53, 1+2

koreanische PriesterDas Stift Admont liegt zentral in Österreich und so kommen auch ganz verschiedene Menschen in unser Kloster. Diese Woche besucht uns eine Pilgergruppe aus Korea. Es ist bemerkenswert, wie diese asiatischen Christen ihre Ehrerbietung einander erweisen. Mit einem freundlichen Niedersenken des Kopfes wird man begrüsst und, wenn man ihnen einen stiftischen Wein einschenkt, dann stehen sie auf. Lustig war dann, wie ich die Zimmereinteilung gemacht habe und die koreanischen Namen der Reihe nach ausgerufen habe. „Choi Ui Jeong“ zum Beispiel… Das Bild zeigt vier koreanische Priester mit mir.

Radfahrer aus Oberschlesien im Stift AdmontLetzte Woche hatten wir neun Pilger, die mit dem Rad von Oberschlesien zur Madonna del Ghisallo, zur Schutzpatronin der Radfahrer, unterwegs waren. Ich wusste ja, dass wir Katholiken für alles einen Schutzpatron haben; aber einen extra Wallfahrtsort für Radfahrer, das war auch mir neu. Das Bild zeigt sechs der neun Radlpilger mit Abt und Subprior.

Radlfahrer in Admont

Fledermaus, Hase und Schwan

Herr, wie zahlreich sind deine Werke! Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. (Psalm 104, 24)

Fledermaus in der Chorkapelle
rechts unten hängt sie: eine Kleine Hufeisennase

Unser Stift ist gerade im Juli voller Tiere; es kreucht und fleucht nur so. Mit offenen Augen sieht man die Fledermäuse, die im Dachboden der Klosterbibliothek ihr Domizil haben und nachts durch die Lüfte schweben. Manch eine verirrt sich auch; so hatten wir letzte Woche einen Gast beim Chorgebet. Eine Fledermausexpertin hat das putzige Tier dann abgeholt und uns erklärt, dass es sich um eine Kleine Hufeisennase handelt.

Auch einen Hasen hatte ich letzte Woche im stiftischen Kräutergarten entdeckt:

Viele Gäste bewundern die Schwäne auf unserm Stiftsteich. Sie gehören in ihrer Majestät schon richtig zum Stift dazu:

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