Vogelgezwitscher zur Wandlung

St. Gallen in der Steiermark, Ostern 2016Freitags in de Früh hab ich in St. Gallen weder Mesner noch Ministrant. Das ist eine der wenigen Messen in de Woch, wo keine Glocken zur Wandlung erklingt. Umsomehr freue ich mich in diesem herrlich grünen Frühsommer, wenn man die Vögel außen hört und sie zur Wandlung ihr Gezwitscher besonders kräftig in den Himmel rufen. Ois zur größeren Ehre Gottes.

Maiandacht in Bärndorf

Maiandacht in Bärndorf
P. Augustinus in Bärndorf

Das Schöne an den Maiandachten ist, dass wir gerade  im Wonnemonat Mai die Schöpfung preisen und in ihr das sagenhafte Geschöpf Maria.

Das Schöne an den Maiandachten in der Steiermark ist auch, dass da Kapellen und Marterln zum Zug kommen, wo sonst eher kein Gottesdienst stattfindet.

Gestern war ich mit Pater Augustinus in seinem Pfarrverband unterwegs und durfte bei der Maiandacht in Bärndorf dabei sein. Die Leute haben mich nicht mehr wiedererkannt, obwohl ich da doch vor sieben Jahren als Praktikant und Diakon tätig war. Aber der Bart macht mich so was von unkenntlich. Dabei durfte ich gestern auch wieder etwas lernen. Die Bedeutung des heiligen Bernhard in der Marienverehrung und die klare und mystische Sprache der Lauretanischen Litanei. Beides ist bei mir in den letzten Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten. Wir Priester sollten wirklich aufeinander hören und das Gute beim anderen auch übernehmen. So will ich heuer bei meinen Maiandachten auch vermehrt die Gebete und Hinweise Bernhards und die Lauretanische Litanei nutzen. Auf dass in allem Gott verherrlicht  werde.

Der micht atmen lässt, bist du lebendiger Gott.

Kapuzinerkloster IrdningAb und zu suchen wir Priester auch die besondere Einkehr. Die fanden wir am 09. März 2017 im Kapuzinerkloster Irdning. Bruder Rudolf begleitete uns durch den Tag, den wir vor allem in Stille verbrachten. Zu Beginn erzählte jeder Priester von seiner momentanen Situation, vom Schönen und Klitzernden, das in manch kantigem Stein verborgen ist.
In einer Stilleübung machte uns Bruder Rudolf auf unsern Atem aufmerksam; dann erinnerte er uns daran, wie der Herrgott den heiligen Franziskus beauftragte:

Als Franziskus einige Tage nachher an der Kirche S. Damiano vorbeiging, wurde ihm im Geiste gesagt, er solle zum Beten hineingehen. Er betrat die Kirche und begann innig vor einem Bild des Gekreuzigten zu beten, das ihn liebevoll und gütig ansprach, indem es sagte: „Franziskus, siehst du nicht, daß mein Haus in Verfall gerät? Geh also hin und stelle es mir wieder her!“ Zitternd und staunend sprach Franziskus: „Gerne, Herr, will ich es tun“. Er meinte nämlich, dass sich das Wort auf jene Kirche S. Damiano beziehe, der ihres sehr hohen Alters wegen ein baldiger Einsturz drohte. Jene Anrede aber erfüllte ihn mit so großer Freude und erleuchtete ihn mit so hellem Licht, dass er Christus den Gekreuzigten, der zu ihm gesprochen, wahrhaft in seinem Herzen fühlte. (Dreigefährtenlegende V 13)

So ist Berufung. Sie ist ein Geschenk und es geht vor allem darum, dass die FREUDE am HERRN in unser Herz einzieht. Und da ist es wie beim Atmen; ich kann nichts dafür tun. es geschieht einfach. Der gekreuzigte Heiland begegnet uns in unserm Herzen. Eine echte Herzensbegegnung.

Kapuzinerkloster IrdningWir genossen die Stille und die edle Einfachheit des Kapuzinerklosters.

In der heiligen Messe bekamen wir vom Dechanten Pfarrer Andreas Lechner ein wenig Nachhilfe in Physik: Arbeit = Kraft * Weg (Goldene Regel der Mechanik). Diese beiden wichtigen Faktoren dürfen wir bei unserer Arbeit im Weinberg des HERRN nicht vergessen. Die Kraft ist der Heilige Geist, der Lebensatem… Der Weg ist Jesus Christus.

Nachher gab es Kürbissuppe und Gemüsestrudel bei Haydnmusik. Danke an Bruder Rudolf für den wirklich gelungenen Einkehrtag. Preiset den HERRN, der uns still sein lässt.

Kapuzinerkloster Irdning

Lied „der mich atmen lässt“ auf youtube (Melodie: Beate Bendel, Text: Anton Rotzetter OFMCap)
Goldene Regel der Mechanik
Texte der Messfeier am Donnerstag der 1. Woche in der Fastenzeit
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Halleluja – da hat´s Ratsch – Bumm gemacht

Triebental auf dem Weg zurück von der Bergmesse im Triebentallager
In der Mitte Leopold Loizl (Alpenverein, Sektion Trieben), Frater Thiemo und vorne ich

Bei diesem Wetter fand die Triebentallagermesse im Gemeinschaftszelt statt. Nach der Heiligen Messe mit Gitarrenbegleitung, Messtexten des Festes Maria Heimsuchung und meiner Stola, wo der Barmherzige Jesus drauf ist, machte mich eine Begleiterin drauf aufmerksam, dass sie noch Fürbitten vorbereitet hatten. Die haben wir dann halt noch dran gehängt. Und damit wir ein lobpreisendes Ende haben, entschloss ich mich spontan mit den Kindern und Jugendlichen das Halleluja – Preiset den Herrn zu singen. Dabei stehen die jeweils Singenden. Die Mädels bei „Preiset den Herrn“ und die Buben und Burschen bei „Halleluja“. Der erste Durchgang war schon recht gut und sie haben ordentlich mitgesungen. Der zweite Durchgang war dann für die Untergrundkonstruktion des Zeltes zuviel. Als sich zum Schluss alle begeistert hinsetzten hat es Ratsch – Bumm gemacht und ein Balken, der die Paletten trägt, ist durchgekracht. So wird mir diese vierte Heilige Messe, die ich mit der Jugend des Alpenvereins feiern durfte, in ewiger Erinnerung bleiben. Halleluja – Preiset den Herrn.

verwandte Links:

Triebentallager
Triebentallager 2013 (Bericht meinbezirk.at)

Hemmatag 2016 in Admont

Pontifikalamt am Hemmaaltar in der Stiftskirche AdmontIm nördlichen Seitenschiffs des Admonter Münsters befindet sich der Altar der heiligen Hemma. Wir verehren die Kärntner Landesmutter als unsere Gründerin. Heute in der Früh feierte dort unser Abt mit uns ein Pontifikalamt. Für mich ist es eine erhebende Sache, wenn man auch von der Seite die Größe und Schönheit der neugotischen Stiftskirche erleben kann. Von oben erklangen Orgel und Stimme unseres Stiftsorganisten Thomas Zala.

Unsere Kirche ist geprägt von vielen Frauen, die schwere Schicksalschläge erleiden mussten und trotzdem ihr Lebenslied der Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes gesungen haben: Maria Magdalena, Hedwig, Elisabeth und last but not least Hemma.

Schon am Vorabend des Hemmatages feierten wir gemeinsam mit unserm Abt Bruno dessen Goldene Profess. Wir sangen die lateinische Vesper, in der der Herr Abt seine Profess erneuerte. Auf dem Tisch lag ein Reliquiar der heiligen Hemma.

Goldene Profess unseres Herrn Abtes am Vorabend des Hemmafestes

verwandte Links:

Hemmalied von Peter Gerloff
Hemmapredigt von Abt Bruno 2012
Heilige Hemma von Gurk – Ein Beitrag von Stefan Quilitz auf domradio.de (audio)
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auf all unsern Wegen durchs steirische Land

Blumenschmuck Stift Admont, Danke JosefIch sing ja bei meinen Maiandachten in der Pfarre „Maria, dich lieben“ nur noch mit Steiermarkbezug:

Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn;
dir wurde die Fülle der Gnaden verliehn:
du Jungfrau, auf dich hat der Geist sich gesenkt;
du Mutter hast uns den Erlöser geschenkt.

Du Mutter der Gnaden, o reich uns die Hand
auf all unsern Wegen durchs steirische* Land.
Hilf uns, deinen Kindern, in Not und Gefahr;
mach allen, die suchen, den Sohn offenbar.

* man kann auch einsetzen: badische, fränkische, hessische, schwäbische, sächsische.