Vogelgezwitscher zur Wandlung

St. Gallen in der Steiermark, Ostern 2016Freitags in de Früh hab ich in St. Gallen weder Mesner noch Ministrant. Das ist eine der wenigen Messen in de Woch, wo keine Glocken zur Wandlung erklingt. Umsomehr freue ich mich in diesem herrlich grünen Frühsommer, wenn man die Vögel außen hört und sie zur Wandlung ihr Gezwitscher besonders kräftig in den Himmel rufen. Ois zur größeren Ehre Gottes.

Der micht atmen lässt, bist du lebendiger Gott.

Kapuzinerkloster IrdningAb und zu suchen wir Priester auch die besondere Einkehr. Die fanden wir am 09. März 2017 im Kapuzinerkloster Irdning. Bruder Rudolf begleitete uns durch den Tag, den wir vor allem in Stille verbrachten. Zu Beginn erzählte jeder Priester von seiner momentanen Situation, vom Schönen und Klitzernden, das in manch kantigem Stein verborgen ist.
In einer Stilleübung machte uns Bruder Rudolf auf unsern Atem aufmerksam; dann erinnerte er uns daran, wie der Herrgott den heiligen Franziskus beauftragte:

Als Franziskus einige Tage nachher an der Kirche S. Damiano vorbeiging, wurde ihm im Geiste gesagt, er solle zum Beten hineingehen. Er betrat die Kirche und begann innig vor einem Bild des Gekreuzigten zu beten, das ihn liebevoll und gütig ansprach, indem es sagte: „Franziskus, siehst du nicht, daß mein Haus in Verfall gerät? Geh also hin und stelle es mir wieder her!“ Zitternd und staunend sprach Franziskus: „Gerne, Herr, will ich es tun“. Er meinte nämlich, dass sich das Wort auf jene Kirche S. Damiano beziehe, der ihres sehr hohen Alters wegen ein baldiger Einsturz drohte. Jene Anrede aber erfüllte ihn mit so großer Freude und erleuchtete ihn mit so hellem Licht, dass er Christus den Gekreuzigten, der zu ihm gesprochen, wahrhaft in seinem Herzen fühlte. (Dreigefährtenlegende V 13)

So ist Berufung. Sie ist ein Geschenk und es geht vor allem darum, dass die FREUDE am HERRN in unser Herz einzieht. Und da ist es wie beim Atmen; ich kann nichts dafür tun. es geschieht einfach. Der gekreuzigte Heiland begegnet uns in unserm Herzen. Eine echte Herzensbegegnung.

Kapuzinerkloster IrdningWir genossen die Stille und die edle Einfachheit des Kapuzinerklosters.

In der heiligen Messe bekamen wir vom Dechanten Pfarrer Andreas Lechner ein wenig Nachhilfe in Physik: Arbeit = Kraft * Weg (Goldene Regel der Mechanik). Diese beiden wichtigen Faktoren dürfen wir bei unserer Arbeit im Weinberg des HERRN nicht vergessen. Die Kraft ist der Heilige Geist, der Lebensatem… Der Weg ist Jesus Christus.

Nachher gab es Kürbissuppe und Gemüsestrudel bei Haydnmusik. Danke an Bruder Rudolf für den wirklich gelungenen Einkehrtag. Preiset den HERRN, der uns still sein lässt.

Kapuzinerkloster Irdning

Lied „der mich atmen lässt“ auf youtube (Melodie: Beate Bendel, Text: Anton Rotzetter OFMCap)
Goldene Regel der Mechanik
Texte der Messfeier am Donnerstag der 1. Woche in der Fastenzeit
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Zelebration am Meer

2016-08-01 10.20.34Schon immer habe ich davon geträumt Richtung Meer zu zelebrieren. In meinem heurigen Sommerurlaub ging dieser Wunsch in Erfüllung. Ich hatte Balkon mit Meerblick und was gibt es Schöneres, als den Herrn am Meer zu lobpreisen?

Gerade hat mich Pater Thomas gefragt, was ich alles gesehen hätte. Ich muss zugeben, ich habe die meiste Zeit einfach nur am Strand verbracht; in die Weite schauend, die Wellen hörend und Sonne und Wind im Gesicht.

Am Schönsten waren natürlich die Sonnenuntergänge. Der Ostseeurlauber zelebriert das. Man steht am Meer, der eine mit Tschik, der andere mit einem Glas Wein wieder ein anderer mit einer Staffelei in den Händen. Und irgendwo dazwischen: ich mit meinem Stundenbuch in der Hand.

Wie groß ist deine Güte, die du bereithältst denen, die dich fürchten, die du denen erweist, die sich bei dir bergen vor den Menschen. (Psalm 31,20)

Halleluja – da hat´s Ratsch – Bumm gemacht

Triebental auf dem Weg zurück von der Bergmesse im Triebentallager
In der Mitte Leopold Loizl (Alpenverein, Sektion Trieben), Frater Thiemo und vorne ich

Bei diesem Wetter fand die Triebentallagermesse im Gemeinschaftszelt statt. Nach der Heiligen Messe mit Gitarrenbegleitung, Messtexten des Festes Maria Heimsuchung und meiner Stola, wo der Barmherzige Jesus drauf ist, machte mich eine Begleiterin drauf aufmerksam, dass sie noch Fürbitten vorbereitet hatten. Die haben wir dann halt noch dran gehängt. Und damit wir ein lobpreisendes Ende haben, entschloss ich mich spontan mit den Kindern und Jugendlichen das Halleluja – Preiset den Herrn zu singen. Dabei stehen die jeweils Singenden. Die Mädels bei „Preiset den Herrn“ und die Buben und Burschen bei „Halleluja“. Der erste Durchgang war schon recht gut und sie haben ordentlich mitgesungen. Der zweite Durchgang war dann für die Untergrundkonstruktion des Zeltes zuviel. Als sich zum Schluss alle begeistert hinsetzten hat es Ratsch – Bumm gemacht und ein Balken, der die Paletten trägt, ist durchgekracht. So wird mir diese vierte Heilige Messe, die ich mit der Jugend des Alpenvereins feiern durfte, in ewiger Erinnerung bleiben. Halleluja – Preiset den Herrn.

verwandte Links:

Triebentallager
Triebentallager 2013 (Bericht meinbezirk.at)

Ich schaffe es nicht, mich selbst zu retten; wie soll ich da die ganze Welt retten?

image„Ich schaffe es nicht, mich selbst zu retten; wie soll ich da die ganze Welt retten?“, so sprach der heilige Coelestin bei seiner Wahl zum Papst. Ähnlich haben sich wohl auch der Prophet Jesaja, Papst Gregor oder Papst Benedikt bei ihrer Erwählung zum höchsten Amt gefühlt. Gott hat ihr Leben mit Seinem Ruf und Auftrag in ganz andere Bahnen gelängt, als wie sie es geplant hatten.
Für mich zeigt diese klare Linie zwischen dem Rücktritt Coelestins und dem Rücktritt Benedikts, wie sehr Beispiel und Fürsprache eines Heiligen andauern. 719 Jahre liegen zwischen den beiden Rücktritten. Und doch wäre der Rücktritt Benedikts ohne Coelestins nicht denkbar.
Mönche zur Zeit Coelestins und viele Konservative in unserer Zeit fühlten sich durch den jeweiligen Amtsverzicht verlassen und dachten, „ihre Kirche“ wäre mit „ihrem Papst“ in bessere Gewässer gefahren. Aber glauben wir denn, dass Gottes Geist aufhört in UNS (Seiner Kirche) zu wirken? Glauben wir denn, das Beispiel und die Fürsprache der Heiligen lässt sich irgendwie zeitlich oder räumlich einsperren? Tun wir weiter unsere Pflicht als einfache Arbeiter im Weinberg des HERRN und schauen wir auf den Gekreuzigten, denn ER ist es, dem wir nachfolgen.
Preiset den HERRN, der Uns Hirten schenkt, die nicht machtgeil und eitel sind.

verwandte Links:

4 1/2 Min Video, in dem Klaus Schatz SJ von Coelestin V. erzählt
BENEDIKT XVI. AN DIE PILGER AUS DEUTSCHLAND am 25. April 2005
Tagesgebet am Gedenktag des heiligen Coelestins V.
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