Rhetorische Frage an Kinder

Dumm gelaufen: Wenn man Kindern im Schulgottesdienst eine Frage stellt und denkt, man wüsste, was die Kinder antworten.
In der Steiermark ist jetzt die letzte Schulwoche. Jeder Priester hat mindestens einen Schulabschlussgottesdienst (oder sagen wir Österreicher „Schulschlussgottesdienst“?). Da hat es sich bewährt, die Schüler durch Fragen ein bisschen zu beteiligen. Ich stelle also die Frage: Geht ihr gerne wandern?
Weil meine große Nichte nicht gerne wandert, denke ich alle anderen Schüler gehen auch nicht gerne wandern. Weit gefehlt: die Sankt-Gallener Volksschulkinder lieben wandern.
Nächste Frage: Freut ihr euch auf die Ferien? Ich war der Überzeugung, ich erreiche ein 100 % – Ergebnis. Doch: es gab tatsächlich zwei Schülerinnen, die sich nicht auf die Ferien freuen. Das hat mich fast ein bisschen erschrocken. Ich habe dann in den Fürbitten extra für sie gebetet.

update 05 Juli: Ich hatte in Weißenbach und Altenmarkt zwei weitere Schulschlussgottesdienste. In der Hauptschule Weißenbach waren die Schüler um 07:45 Uhr vollzählig im Turnsaal versammelt. Es war mucksmäuschenstill. Für mich ist es unheimlich, wenn Kinder und Jugendliche so ruhig sind. Und ich habe es gepackt; ich habe es gepackt innerhalb einer halben Minute den Saal so was von unruhig zu machen mit dem Lied „Halleluja, preiset den HERRN“.

Emmausgang

Traditionell machen Mönche nach Ostern ihren Emmausgang. So war ich gestern (Ostermontag) mit meinem Chef (P.T.) im Salzkammergut unterwegs. Oder heute traf ich in unserer Pfarrkirche Altenmarkt Pater Martin OFM aus Enns mit ein paar Pilgern, die extra angereist waren, um unsern Psalmenweg zu sehen.

Einmal waren die Minderbrüder eines kleinen Allgäuer Klosters („Klöschterle“) auch auf ihrem Emmausgang unterwegs. Nach ihrem kleinen Spaziergang wollten sie bei Ordensschwestern einkehren. Betteln können manche Mönche besser als andere. Einer der Allgäuer Minderbrüder war besonders geschickt darin. Er sagte zu der Ordensschwester: „Heute haben wir doch das Emmausevangelium gehört. Wissen sie auch, wie das endet…?“ Dabei wollte er auf den Satz ‚aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns!‘ hinaus und somit von den Schwestern zum Abendessen eingeladen werden. Doch er hatte nicht mit der bibelfesten Schwester gerechnet. Die antwortete: „Da entschwand er ihren Augen!“ Zum Lobe Christi. Amen.

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Franziskanische Karawane 2000-2003

Der Tiger in der Minimalstraße

Es gibt Geschichtln und es gibt Geschichten (Zitat unsres Rel. Päd. – Professors in Heiligenkreuz). Eine Geschichte hat mich in meiner Kindheit tief bewegt; sie handelt letztlich davon, wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht: Man nehme 2 Pfund Halbwahrheiten, vermische sie mit 10 Pfund Angst und gebe noch 5 Pfund Sensationsgier dazu. Fertig ist… aber schaut selbst: Weiterlesen „Der Tiger in der Minimalstraße“

das alte Schatzkästchen

Manchmal fällt es mir schwer, älteren Menschen Respekt zu zollen und sie gar zu lieben – so schreibt ja unser Ordensvater in seiner Regel: „Die Jüngeren sollen also die Älteren ehren, die Älteren die Jüngeren lieben.“ (RB 63)

Diese Woche fiel es mir ein bisschen leichter. So hatten wir Konventmesse. Der Hauptzelebrant erzählte uns in der Einleitung etwas von Hören und Glauben und dass Hören und Glauben, Glauben und Hören zusammen gehören…. Und währenddessen wiederholte ein älterer Pater hinter mir murmelt die Worte: „Ich hör nichts…. ich hör nichts.“

Aber absolutes Highlight war eine Messe im Pflegeheim. In der ersten Reihe eine Frau, die jeden Gesang kommentieren musste: „So schön gesungen.“ Höhepunkt war dann das Gloria, das sie mit einem tosenden Applaus quittierte.  I´m lovin it.

Sternsinger 2011

In den meisten Häusern des Pfarrverbandes waren die Sternsinger schon. Heute drehen sie noch in Trieben ihre Runde. Das Bild zeigt die Sternsinger unserer Pfarre Hohentauern. Ich war überwältigt vom Engagement der Kinder und der Erwachsenen. Die Kinder voller Elan und Freude. Die fleißigen großen Helfer: In der Küche, beim Geldzählen, beim Autofahren, beim Ankleiden. A Wahnsinn. Vergelt´s Gott.

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