liegend in der Admonter Stiftsbibliothek

Da lieg ich nun, ich armer Tor.liegend in der Admonter BIBLIOTHEK

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Kirchweihfest in der Stiftskirche

Heute in der Früh feierten wir um 07:00 Uhr das Kirchweihfest als Pontifikalamt in der Admonter Stiftskirche. Ich hatte ehrlich gesagt befürchtet, dass wir nur sehr wenige Leute sind, da die Novizen zum Studium schon außer Haus sind und manche Brüder zu alt sind oder zeitgleich in den Pfarren ihre Messen hatten. Aber dann, o Wunder, war eine Pilgergruppe da, die zu Fuß auf dem Benediktweg von Spital nach Seckau unterwegs sind. Auch einige Admonter feierten mit.

Abt Gerhard sprach in seiner Einleitung vom Kirchenbau. Er erwähnte das schützende Dach (der Segen von oben), die Säulen (die viele Christen, die ausharren und die Pfarre mittragen), den Mörtel (die Liebe, die uns verbindet) und den Schlussstein Christus (der alles zusammenhält).

Besonders gut hat mit natürlich der Mörtel gefallen: Die Liebe, die uns alle verbindet. Das hat mir dann doch besser gefallen als der Beitrag von Radio freequenns am gestrigen Abend. Da meinte die Moderatorin, dass Menschen zusammenfinden, weil sie ähnlich den Tieren Triebe haben und das dann zB. Mann und Frau zusammenführt. So sucht eine Frau ihren Mann, weil sie sich überlegt, mit wem kann ich meine Gene am besten (an Kinder) weitergeben. Den Begriff Liebe verwendete sie nur, als sie von ihren Haustiere sprach. Ihr Gegenüber widersprach ihr nicht und gab ihr Recht.

Na Bravo. Ist das alles?

 Kirchweih in Admont

neu renovierte Wallfahrtskirche Frauenberg

Seit dieser Woche ist das Gerüst ab und die Wallfahrtskirche Frauenberg (Enns) erstrahlt in neuem Glanz. Ja, es ist ungewohnt. Die Ardninger waren den gelben Farbton gewohnt, den wir heute auch noch im großartigen, direkt anschließenden Pfarrhof vorfinden. Aber jetzt ist die Kirche hell und die dunklen Flächen mit Glassteinen heben sich deutlich von der neuen strahlenden Fassade ab. Auf der Ostseite befinden sich übrigens die Wappen der Admonter Äbte, die in Frauenberg begraben sind.

Frauenberg im neuen Glanz

Frauenberg im neuen Glanz Frauenberg im neuen Glanz

Frauenberg im neuen Glanz

und so sah es vor der Restaurierung aus:

Frauenberg an der Enns

Frauenberg vorher nachher Restaurierung

meine 36 Bilder (Album) auf flickr
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Erstprofess in Admont

Erstprofess der Fratres Alexander und RupertAm 22. September haben zwei Fraters (Frater Alexander und Frater Rupert) in die Hände von Abt Gerhard ihre erste Profess abgelegt. Sie binden sich damit nach einem Jahr Noviziat für drei Jahre an die klösterliche Gemeinschaft. Dann findet meist die Feierliche Profess statt, wo sich der Mönch für sein ganzes Leben an die klösterliche Gemeinschaft bindet.

Stichwortartige Wiedergabe der Predigt von Abt Gerhard aus Anlass der  Zeitlichen Profess der Fratres Alexander und Rupert am 22. September 2018.

Mitschrift Pater Ulrich

Abt Gerhard zitiert aus seiner Predigt zur Einkleidung. Ihr seid nervös, ich bin es auch. Damals eure Einkleidung und meine erste Einkleidung als Abt. Heute eure Erstprofess und meine erste Profess, die ich als Abt abnehmen darf.
Was heisst es die Profess abzulegen und Benediktiner in Admont zu sein? Lobpreis, Gottsuche, auf Christus hören und schauen, eine Provokation (Ja, es gibt noch junge Männer, die hier eintreten), da sein für Gott und die uns anvertrauten Menschen, wir sind keine Männer-WG, sondern eine klösterliche Gemeinschaft.
Jeder Admonter Mönch verspürte den Ruf sein Christsein hier zu leben. Benediktiner von Admont sind eine Lebensgemeinschaft und eine Glaubensgemeinschaft.

Et sollicitudo sit si revera Deum quærit, si sollicitus est ad opus Dei, ad oboedientiam, ad obprobria. (RB 58,7. Deutsche Übersetzung: Man achte genau darauf, ob der Novize wirklich Gott sucht, ob er Eifer hat für den Gottesdienst, ob er bereit ist zu gehorchen und ob er fähig ist, Widerwärtiges zu ertragen. )

Obprobrien gibt es allemal.
Anekdote. Wie einmal ein Bruder gesagt hat: „Meine Aufgabe ist es, den anderen Brüdern ein Obprobrium zu sein.“
Das Leben in Admont ist geprägt vom Inhalieren des Psalmen. (Hier Dank an Pater Novizenmeister und Pater Prior).

Die drei klösterlichen Gelübde:

Gehorsam: Auf Gott hören. Es zählt nicht der reine Eigenwille. Vielmehr gilt es ein Hörender zu sein.
Klösterlicher Lebenswandel: Es ist nicht das Materielle, das uns erlöst. Wir wollen als Mönche dem dienen, dem Anbetung gebührt, dem dreifaltigen Gott. Wir sind keine Einsiedler und erst recht keine Eigenbrötler. Es ist für einen Mönchen zu wenige, wenn er sagt, „Ich fühle mich mit der Gemeinschaft verbunden.“ Das wäre wie wenn Gott sagen würde: „ ich glaube, ich sollte Mensch werden.“ ER IST Mensch geworden. Genauso gilt es für uns Tag für Tag die Prioritäten entsprechend zu setzen: Gebetsgemeinschaft, Mahlgemeinschaft, in den Aufgaben des Alltags Gemeinschaft mittragen.
Beständigkeit in der Gemeinschaft: Der Großteil der Brüder bleibt einem ein Leben lang erhalten. Man kann darauf antworten: „Gott sei Dank“ oder „Um Himmels willen.“

Alexander und Rupert sind unkompliziert und bodenständig. Mit ihnen gibt es keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern sie verkörpern die Buntheit des Lebens.
Mit Alexander scheint der weißblaue Himmel Bayerns auch in Admont. Beide Brüder bringen so viele Begabungen in unseren Konvent. Abt wünscht zum Schluss der Predigt: Lebt mit Freude und Begeisterung euer Benediktinersein. Seit Menschenfischer. Viel Kraft und Gottes Segen.

Die Bergmesse findet bei jedem Wetter statt

Wenn man bei 7 Grad Celsius und totalem Nebel sich aufmacht, um eine Bergmesse zu feiern, erwartet man oben auf der Alm nicht gerade viele Leute. Nicht so am Sonntag (26. August 2018) in Ardning, wo sich viele trotz des ungemütlichen Wetters viele auf den Weg gemacht haben.

Bergmesse auf der Ardning Alm
bei leichtem Regen von zwei Männer der Bergwacht umgeben

Bergmesse auf der Ardning Alm

So standen wir dann alle im leichten Regen da. Die hatten mir zwar extra einen Schirm aufgestellt, aber den habe ich abgelehnt, da man dann das Kreuz nicht gescheit gesehen hätte. (weitere Fotos: der Pater in den Bergen)

update: 04.09.2018: Natürlich kann nicht jede Bergmesse bei jedem Wetter stattfinden. Wenn es wie in Ardning um eine Alm geht, die (für Interne) auch mit dem Auto erreichbar ist, dann kann die Messe „bei jedem Wetter“ stattfinden. Aber, wenn das Gelände abschüssig ist und durch andauernde Regenfälle rutschig, dann wird die Messe gottlob rechtzeitig abgesagt. So ist es mir am vergangenen Sonntag in Kallwang geschehen.
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Bergmessen im Juli 2018

Gleich zwei Mal durfte ich in die Berge, um dort eine Heilige Messe zu Feiern. Am 13. Juli war ich beim ÖAV-Lager im Triebental und am 21. Juli auf der Kroisnalm (unterhalb der Ennstaler Hütte). Da kommen dann Leute in die Messe, die sonst nie kommen, aber auch auf viele bekannte Gesichter trifft man.

der Pater und seine Buttermilch
nie ohne meine Buttermilch

Almmesse Kroisnalm

9 Jahre und immer noch dabei

Neun Jahre liegt meine feierliche Profess zurück und wenn ich mir dieses Video (in 2009er Qualität) anschaue, dann kommen Erinnerungen an die vielen Mitfeiernden:

  • manche haben voll abgespeckt (ich nicht).
  • viele sind verstorben.
  • manche sind Äbte geworden.
  • manche haben den Orden verlassen.
  • einer (der Gäste) sitzt im Gefängnis.
  • einer ist in unsere Gemeinschaft eingetreten. 🙂
  • einer hat die Una Sancta verlassen.
  • manche haben inzwischen Kindern das Leben geschenkt.

Nächste Woche haben wir unsere Konventexerzitien; da werden wir auch unsere Gelübde erneuern. Das will ich auch und…

… an Gottes Barmherzigkeit niemals verzweifeln. (RB 4,74)

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