Glockenklang zur rechten Zeit

Dreimal am Tag läuten bei Uns Katholiken die Glocken (das berühmte Angelusläuten). In Admont läuten die Glocken um 6:00 Uhr in der Früh, um 12:00 Uhr mittags und um 18:00 Uhr abends. Am Abend beten wir um 17:45 Uhr die Vesper. Das geht sich dann meistens genau so aus, dass wir um 18:00 Uhr während des Angelusläutens das Magnificat singen. Mit diesem abendlichen Gesang ist für mich der letzte, liturgische Höhepunkt des Tages erreicht. Kein anderes Gebet ist so erhebend wie dieser Gesang der Gottesmutter Maria.
Und es ist eben besonders schön, wenn die Glocken dabei läuten.
Aber es gibt noch eine Steigerung – nämlich dann, wenn wir singen ‚Die Hungernden beschenkt er (der Herr) mit seinen Gaben…‘ (ein Vers aus dem Magnificat) und zur gleichen Zeit klingelt die Glocke des Speisenaufzugs, um uns zu verkünden, das Abendessen ist da. Zum Lobe Christi. Amen.

Emmausgang

Traditionell machen Mönche nach Ostern ihren Emmausgang. So war ich gestern (Ostermontag) mit meinem Chef (P.T.) im Salzkammergut unterwegs. Oder heute traf ich in unserer Pfarrkirche Altenmarkt Pater Martin OFM aus Enns mit ein paar Pilgern, die extra angereist waren, um unsern Psalmenweg zu sehen.

Einmal waren die Minderbrüder eines kleinen Allgäuer Klosters („Klöschterle“) auch auf ihrem Emmausgang unterwegs. Nach ihrem kleinen Spaziergang wollten sie bei Ordensschwestern einkehren. Betteln können manche Mönche besser als andere. Einer der Allgäuer Minderbrüder war besonders geschickt darin. Er sagte zu der Ordensschwester: „Heute haben wir doch das Emmausevangelium gehört. Wissen sie auch, wie das endet…?“ Dabei wollte er auf den Satz ‚aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns!‘ hinaus und somit von den Schwestern zum Abendessen eingeladen werden. Doch er hatte nicht mit der bibelfesten Schwester gerechnet. Die antwortete: „Da entschwand er ihren Augen!“ Zum Lobe Christi. Amen.

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Franziskanische Karawane 2000-2003