Denkt mir auch an die kleinen Feste

Hochfest des heiligen Thomas BecketDas Schöne am Mönchsein und Priestersein sind natürlich auch die vielen kleinen Feste, die wir auf das Jahr verteilt feiern. Da sind eben nicht nur Ostern, Weihnachten und Allerheiligen, sondern auch Hedwig (16.10.), Ulrich (04.07.) oder die Freunde Jesu (29.07). Und da erheben wir mal eben den heiligen Thomas Becket und feiern ein kleines Hochfest. Es ist so schön katholisch zu sein.

Allmächtiger Gott, du hast dem heiligen Thomas Becket Starkmut und Tapferkeit geschenkt,
so dass er sein Leben für Recht und Gerechtigkeit hingab.
Gib auch uns die Bereitschaft,
unser Leben in dieser Welt
um Christi willen zu verlieren,
damit wir es wieder finden im Himmel.
Darum bitten wir durch Jesus Christus. (Quelle)

Längst vergangene Jahrhunderte scheinen so in der Liturgie und im Erzählen der Heiligenlegenden auf. Menschen, die in ihrer Zeit Gefahren und Nöte erlebten, bilden mit uns die eine Kirche Jesu Christi. Zum Lobe Gottes.

meine Weihnachtspredigten

Schliessung KrippeDiesmal habe ich von Dr. Johannes Hartl und von „Kopten ohne Grenzen“ abgekupfert.

Christtag (Gott erscheint als Kind – Gedanken von Dr. Johannes Hartl)
Heilige Nacht (Jesus im Müllwagen)

Der DREIEINE GOTT schenke uns eine friedvolles gesegnetes und von JESUS durchdrungenes Weihnachtsfest.

alltagstaugliche Kirchenlehrerinnen

Heilige Hildegard von BingenIn dieser Fastenzeit predige ich vor allem über die vier Kirchenlehrerinnen. Teresa von Avila und und Hildegard von Bingen haben eine Gemeinsamkeit: Sie blieben nicht in ihrem Kloster, wo sie dann in ihrer Verzückung etwas niedergeschrieben haben, sondern sie waren „bei de Loit“. <— wie man so schön sagt. Hildegard ist von Fürstenhof zu Fürstenhof gezogen und hat den weltlichen und geistlichen Herren ordentlich die Meinung gesagt. Teresa hat unzählige Orte in Spanien besucht, wo sie sich persönlich um ihre neuen Klosterniederlassungen gekümmert hat. Und gerade Teresa ist als Kirchenlehrerin alltagstauglich. Wie hält es an, wie überlebt unser Glaube im Alltag. Das erfahren wir bei Teresa gerade in ihren Anleitungen zum Gebet.
Teresa gibt uns drei Punkte mit auf den Weg:
Innerlichkeit, Demut und Wirksamkeit.
Ein Gebet erfordert Nachdenken. Mit wem rede ich eigentlich? Mit Gott oder einem Sklaven? Schreibe ich IHM nicht zu oft vor, Gott, mach das so. 
Kann man so mit einer Majestät reden?

Die Seele kann sich Christum den Herrn vergegenwärtigen, und sich gewöhnen, seine heilige Menschheit recht innig zu lieben, stets mit ihm zu wandeln, mit ihm zu reden, ihm ihre Bedürfnisse vorzutragen, ihm ihre Widerwärtigkeiten zu klagen. Man braucht hierzu keine besonderen Gebetlein, sondern man spricht nur solche Worte, die dem inneren Verlangen und den Bedürfnissen entsprechen.

ganze Predigt am vergangenen Sonntag
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dem Teufel links und rechts eine runter hauen

Heiliger Gallus
heiliger Gallus

Seit zwölf Jahren bin ich schon Mönch in Admont und inzwischen fängt man an (wie so ein alter Mönch halt), nostalgisch zu werden. Das waren noch Zeiten, als so viele junge Brüder im Haus waren. Vielleicht geht es Ihnen auch so, wenn Sie an frühere, „bessere“ Zeiten denken: Als die Kirchen noch voll waren, das Geld noch etwas wert und die Probleme weniger; als man die Kinder noch öfters gesehen hat, man noch nicht fremd im eigenen Ort war oder die Leute noch hilfsbereit waren.
Paradiesische Zustände könnte man sich da wünschen. In der ersten Lesung am Sonntag wird das Paradies beschrieben mit vielen Bäumen „verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten“. (Genesis 2,9) Diese Urschuld des Menschen, dass er mit dem, was ihm zukommt, nicht zufrieden ist, bringt ihm schließlich den Rausschmiss aus dem Garten Eden. Wobei Unzufriedenheit doch nicht automatisch eine Sünde ist. Ich finde Leute so wichtig, die sich nicht zufrieden geben. Da geht es dann darum, dass sie sich mit dem Schlechten in der Welt nicht abfinden. Und wie kreativ da manche Menschen sind, das macht mir Mut: Da ist der Lehrer, der Hilfstransporte nach Rumänien organisiert, die Pensionistin die Flüchtlingen Deutsch beibringt, die Hospizbewegung, die den Sterbenden beisteht, die Bauernfamilie, die sich um den einsamen Nachbarn kümmert, der Chorleiter, der aus den zum Teil älteren Sängern noch was rausholt, die Arbeitskollegin, die geduldig zuhört, der Kumpane, der den Trauernden tröstet, der Papa, der sich auch mal um die Kinder kümmert und viele positive Beispiele mehr…
Nein, das Reich Gottes liegt nicht hinter uns. Es liegt vor uns. Und wir sind Gottes Mitarbeiter, damit es sichtbar wird.
Also bin ich nicht traurig, über das was mal gewesen ist, sondern baue mit, wenn Abt Gerhard und Bischof Wilhelm neue Pfade mit uns einschlagen.
„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung.“ (2. Korinther 6,2)
Man kann gerne in seiner bequemen Wohnung hocken bleiben. Oder man kann dem Teufel links und rechts eine runter hauen, indem man Gutes tut, ein Lächeln weiter schenkt und so das Reich Gottes ein bisschen mehr sichtbar macht.
Übrigens hat Gott auch daran gedacht, dass Adam und Eva nicht zurück in den Garten Eden gehen können. Vorsorglich hat er mal eben Kerubim und loderndes Flammenschwert an den Eingang gestellt. (vgl. Genesis 3,24)