Wacht und betet allezeit

Museum des Stiftes AdmontIn meinem Schulpraktikum im Bezirk Baden war ich mit Bruder Christoph unterwegs, der zu einer neuen geistlichen Gemeinschaft gehört hat. Total netter Typ. Und wir beide haben mit unserem Ordenskleid natürlich ordentlich Aufsehen erregt. Die Kinder durften uns ab und an auch Fragen stellen und da kam dann eine Frage, wie oft beten ihr denn. Ich habe geantwortet, dass wir uns drei Mal am Tag zu Gebet versammeln, zusätzlich noch zur Heiligen Messe. Und dabei war ich innerlich der festen Überzeugung, dass das ja das besondere an uns Benediktinern ist, dass wir uns mehrmals am Tag zum gemeinsamen Gebet versammeln. Bruder Christoph hat geantwortet, dass er sein Leben als Christ eigentlich so versteht, dass er immer im Gebet ist. Auch bei der Arbeit, beim Unterrichten, kurz vorm Einschlafen, beim Gespräch mit jemandem. Immer soll man im Gebet (im Kontakt) mit Gott sein.
Meine stolz geschwellte Brust wurde plötzlich schmal wie Bohnenstange und ich merkte, dass ich eben gar nicht genug bete.

Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.  Lk 21,36

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