Lobpreisbenediktiner

Dr. Johannes Hartl gibt in diesem 24min Video wertvolle Tipps, wie man beim Gebet durchstartet. Bei den ersten vier Punkten bin ich als Benediktiner voll bei ihm und glaube sie auch in der Regel und im Leben unseres Ordensvaters zu finden. Mit dem fünften Punkt tue ich mir dann etwas schwerer.
Seine Punkte:
(1) da sein, (2) Glaube, (3) Lobpreis, (4) belebt durch das Wort, (5) Sprachengebet

1. da sein: Dr. Johannes beschreibt es so: „Ich bin so da, wie ich bin, einfach mal da sein. Einfach sich ein paar Augenblicke nehmen, um da zu sein.“
Wir Benediktiner nennen das „Habitare in secum

2. Glaube ist Fokus
: Hebr 11 schreibt über den Glauben; Gott ist hier ein Belohner für die, die auf ihn warten; man muss glauben, dass er auf uns wartet und uns belohnt; es zählt für ihn, was wir tun; er sieht mich jetzt; er belohnt es und schätzt es, dass wir jetzt da sind. Glaube ist Fokus. Es geht nicht darum, das Schlechte in uns zu verleugnen; vielmehr geht es darum, Gott in den Fokus zu nehmen (=Glaube).
Für Dr. Johannes ist der Glaube eben kein Gefühl; ich richte den Blick auf die höhere Realität.

ähnlich in der Regel Benedikts:

1 Überall ist Gott gegenwärtig, so glauben wir, und die Augen des Herrn schauen an jedem Ort auf Gute und Böse.
2 Das wollen wir ohne Zweifel ganz besonders dann glauben, wenn wir Gottesdienst feiern.
3 Denken wir daher immer an die Worte des Propheten: „Dient dem Herrn in Furcht.“
„Singt die Psalmen in Weisheit.“
5″Vor dem Angesicht der Engel will ich dir Psalmen singen.“
6 Beachten wir also, wie wir vor dem Angesicht Gottes und seiner Engel sein müssen,
7 und stehen wir so beim Psalmensingen, dass Herz und Stimme in und Stimme in Einklang sind.  RB 19

3. Lobpreis

RB 16,5 Zu diesen Zeiten lasst uns also unserem Schöpfer den Lobpreis darbringen wegen seiner gerechten entscheide, nämlich in Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Auch in der Nacht lasst uns aufstehen, um ihn zu preisen.

4. belebt durch das Wort: Dr. Johannes lädt ein, die ganze Bibel zu lesen; nicht einfach nur einzelnen Verse zu ziehen oder ausgewählte Texte im Sonntagsgottesdienst. Die ganze Bibel soll es sein.
Ähnlich die Regel Benedikts für die Fastenzeit:

In den Tagen der Fastenzeit aber sollen sie vom Morgen bis zum Ende der dritten Stunde für die Lesung frei sein. Dann verrichten sie bis zum Ende der zehnten Stunde, was ihnen aufgetragen wird.
In diesen Tagen der Fastenzeit erhält jeder einen Band der Bibel, den er von Anfang bis Ende lesen soll.
Diese Bände werden zu Beginn der Fastenzeit ausgegeben.
Vor allem aber bestimme man einen oder zwei Ältere, die zu den Stunden, da die Brüder für die Lesung frei sind, im Kloster umhergehen.
Sie müssen darauf achten, ob sich etwa ein träger Bruder findet, der mit Müßiggang oder Geschwätz seine Zeit verschwendet, anstatt eifrig bei der Lesung zu sein; damit bringt einer nicht nur sich selbst um den Nutzen, sondern lenkt auch andere ab.
RB 48,14-18

Den ganzen Vortrag gibt es als Video- oder Audiodatei:
YouTube – video

Radio Horeb – audio
Mehr-Konferenz2016, Augsburg. Impuls: Work-Out, Zuhause in Gottes Nähe kommen.

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