Pater geht fremd

Sankt Marien gehört zu den frühesten Backstein-Kirchenbauten im norddeutschen Raum und ist zudem das älteste Gebäude Rügens.

Heute bin ich in der Heiligen Messe in Bergen gewesen. Nachher wollte ich mir noch die Stadt anschauen und befand mich gleich in der evangelischen Kirche. Vom Küster bekam man ein Gesangbuch und ein Sitzkissen in die Hand gedrückt. Ich gab zu verstehen, dass ich schon bei der Konkurrenz war. Er meinte nur, das würde nix machen, er hätte an einem Tag in Berlin auch schon mal eine evangelische, eine katholische und eine orthodoxe Kirche besucht. Außerdem sei es heute ‚mit Abendmahl‘.

Im Kirchenschiff begrüßten sich viele lächelnd mit Handschlag. Ich ging nach vorne. Der junge Vikar sah mich und lud mich lächelnd auch noch mal zum Gottesdienst ein. Da der Küster immer noch am Eingang stand, die Leute so einen frohen Eindruck machten und ich schon ziemlich lange nicht mehr bei einem evangelischen Gottesdienst gewesen bin, entschied ich mich doch zu bleiben.

Es war ein schöner Gottesdienst mit einer langen, bunten Predigt. Thema war die aktuelle Jahreslosung.

Was mich im Gottesdienst positiv überrascht hat:

  • Mehrere meditative Orgelstücke.
  • Es wurden nicht alle Strophen der Lieder gesungen.
  • Der lebendige Kirchenraum: unten junge Familien und Christen jeden Alters, oben das herrliche Gewölbe der Klosterkirche.
  • Die Predigt des Vikars uff sächsisch. Ein Sachse in Pommern, der eine deutliche Sprache spricht.

Ich werde zwar nicht konvertieren, aber wenn man seine evangelischen Brüder und Schwestern nicht ab und zu besucht, kennt man sie nicht und kann sie nicht mehr schätzen. Alles zum Lobe Gottes.

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