Elisabethsonntag – Nähe erwünscht

Extreme Unction Rogier Van der Weyden.jpg
„Extreme Unction Rogier Van der Weyden“ by Rogier van der Weyden (1399/1400–1464) – da en.wiki. Licensed under Public domain via Wikimedia Commons.

In vielen steirischen Pfarren feiert man den Sonntag vor oder nach dem Fest der heiligen Elisabeth als Elisabethsonntag. Im Gottesdienst gibt es dann die Möglichkeit die Krankensalbung zu empfangen. Meistens weisen wir als Priester darauf hin, dass besonders die Kranken eingeladen sind, nach vorne zu kommen, wo ihnen dieses Sakrament gespendet wird. Und sie kommen. Der Mensch nimmt sich ja in seiner Schwachheit wahr und sehnt sich nach Heilung durch Gott.
Nun kann man natürlich hingehen und sagen, sind die wirklich alle so krank? Etwas eigenartig ist es dann auch, wenn Eltern ihre Kinder mitnehmen und die sogar schon vor dem Priester die Hände öffnen (neben der Stirn werden ja auch die Handinnenflächen gesalbt).
Und ich habe allen (jung, alt, mittelalt, ewig jung) die Krankensalbung gespendet.
Die Krankensalbung ist ein Sakrament der Nähe; da spricht man dem Kranken Mut, Kraft und Segen zu: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes.“ (Antwort: Amen) „Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“ (Antwort: Amen.) Das geht nicht aus der Entfernung.
Die Krankensalbung ist ein Sakrament der Nähe; der Priester salbt den Menschen mit Öl auf seiner Stirn und seinen Handinneflächen. Das geht nicht aus der Entfernung.
Es wurde auch immer wieder diskutiert, warum die Spendung dieses Sakramentes nur den Priestern vorbehalten ist. In vielen Spitälern übt ja ein Laie oder Diakon seinen Dienst als Seelsorger aus. Warum könne sie nicht auch dieses Sakrament spenden, wo wir zB bei der heiligen Kommunion auch andere Spender akzeptieren? Aber gerade da fällt mir auf, wie wichtig es ist, dass ein Priester die alten und schwachen seiner Gemeinde kennt, ihnen Trost spendet usw. Das ist eine der ersten Aufgaben des Priesters.

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