Unser tägliches Futter

Ich vergleiche uns Mönche ja gerne mit Kühen: So suchen wir täglich unsere Chorstalle und kauen dort die Psalmen. Ja, die Psalmen sind unsere Nahrung, die uns geistig am Leben halten. Aber vergleicht sich jemand schon gerne mit Kühen? Vielleicht ist das manchen nicht fein genug?! Und doch zeigt dieses tierische Bild, dass es hier um Grundnahrungsmittel geht: um Wort Gottes, das uns am Leben hält. Die Psalmen erzählen vom Überlebenskampf des Menschen, von seiner Verlassenheit und von der Treue Gottes. Mit ihnen beten wir. Mit ihnen beten wir für die Menschen. In ihnen findet jeder Seufzer der Menschen Ausdruck. Frau Punk hat vor drei Jahren mal jede Menge Psalmen auf ihrem Youtube-Kanal online gestellt: Normale bis verrückte Leute lesen ihren Psalm in der Übersetzung der Volxbibel vor. Ich halte das für authentisch, denn schließlich haben wir Mönche das Wort Gottes nicht für uns gepachtet. Jede Stimme und mit ihr jede Person, die den Psalm vorträgt, sind Gold wert. Mir wird daran auch bewusst, dass es Teile der Heiligen Messe gibt, die man bewusst den „Laien“ überlassen kann; sie sind Experten des Lebens.

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