Kloster – das Haus Gottes

Paris psaulter (BnF MS Grec 139), folio 6v Le courronnement de David

Heute endet die Bahnlesung aus den zwei Büchern Samuel. Wir hören darin immer wieder Verheißungen, dass Gott es gut meint mit seinen Dienern. Wir Benediktiner beziehen das auch auf unsere Gemeinschaft. Gerade auch bei den heutigen Lesungen. So sprechen wir mit König David: „Wer bin ich, Herr, HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“ (2 Sam 7,18) Vor den HERRN kann ich nicht hintreten, so nach dem Motto: Schau, dass hab ich schon alles getan, jetzt musst Du meinem Kloster auch mal was Gutes tun. Vielmehr bin ich wie König David überwältigt, dass ER trotz meiner Sünde, obwohl ich so oft gefehlt habe, mir soviel GUTES getan hat und tun wird; SEINE Zusage steht in unzerbrechlicher TREUE zu mir und meinem Haus: „Und das Haus deines Knechtes David wird vor dir fest stehen.“ (2 Sam 7,26b) bzw. Und mein Kloster wird vor dir fest stehen.

Unser Ordensvater Benedikt bezeichnet sein Kloster ja gleich mehrmals als Haus (Gottes). So spricht er im zweiten Kapitel vom Abt als „Hausvater“ (RB 2,6).  Das Kapitel über den Cellerar endet mit dem tröstlichen Satz: „denn niemand soll verwirrt und traurig werden im Hause Gottes.“ (RB 31,19) Das Oratorium ist laut Regel „ein Haus des Gebets„. (RB 52,1) Und Kapitel 53 spricht vom Gastmeister: Das Haus Gottes soll von Weisen auch weise verwaltet werden. (RB 53, 22b) Und zum Schluss geht´s noch mal um den Abt: „vielmehr sollen sie für das Haus Gottes einen würdigen Verwalter bestellen. “ (RB 64, 5)

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