Schwerter zu Pflugscharen

Teil meiner heutigen Sonntagspredigt:

Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg. Jesaja 2,4bc
Schwerter, Lanzen? Solche Waffen gibt´s doch heute gar nicht mehr. Seite 68 Jahren haben wir in Europa Frieden. Und doch möchte ich auf drei Aspekte hinweisen, die mir meine Umgebung alles andere als friedlich erscheinen lassen:

1. Die schärfste Waffe der Welt tragen wir im Mund. Die Zunge. Damit können wir andere schwer verletzen. Wir können sie auch in einer Art umbringen. Wir können den Ruf anderer Menschen zerstören.

2. Was liegt denn unter den Christbaum der Jugendlichen? Sind da nicht auch eine Menge Kriegsspiele? Ich denke an die vielen Toten in Videospielen oder einfach nur im Fernsehen. Dieses Blut befleckt unsere Seele. Es tut uns sicher nicht gut.

3. Vor 40 Jahren wurde die Fristentötung beschlossen. Es wird geschätzt, dass jährlich in Österreich ein Drittel aller gezeugten Kinder abgetrieben werden. Aber, dafür gibt es keine Statistik. Man darf nicht darüber reden. Wir haben für alles Statistiken. Zum Beispiel für Legehennen. Aber eben nicht für die Zahl der Abtreibungen. Wenn eine Frau oder ein Mann eine Schönheitsoperation an sich vornehmen lässt, dann darf er sich, Nein er muss eine Bedenkzeit nehmen – ine Bedenkzeit zwischen Beratung und Operation. So etwas braucht man bei einer Abtreibung nicht.

Wieder einmal schaut es so aus, als ob ich als Prediger alles nur negativ darstelle. Und natürlich will ich auch das positive hervorheben. Mir kommt vor, dass jeder von uns wie Noach auf seiner Arche auf den Fluten der Meere an dahintreibt. Rechts und links sieht man so viel schlechtes. Aber Noach hat nie aufgehört zu hoffen. Er hat gehofft, dass er wieder trockenes Land erreicht. Trockenes Land unter den Füßen. Und als Zeichen für dieses trockene Land bringt ihm die Taube im Schnabel einen grünen Zweig. Ein Zeichen der Hoffnung und des Friedens.
Auch wir dürfen hoffen. So ist der grüne Adventkranz auch ein Zeichen der Hoffnung, dass es immer heller wird in unserem Leben und dass Frieden möglich ist.
Und wir sind berufen, dazu beizutragen, dass es immer heller wird.
1. indem wir mit unserer Zunge gutes reden. Segnen.
2. In denen wir die Kultur des Todes nicht in unser Leben hinein lassen. Wenn wir keine Filme schauen, wo Mord und Totschlag geschehen. Indem wir keine Kriegsspiele mehr spielen.
3. Indem wir mutig Zeugnis für das Leben geben. Zeugnis für das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.
Ja, es gibt Hoffnung und Friede ist möglich.

verwendete und verwandte Links:

Liturgische Texte des 1. Adventsonntags Lesejahr A
wiki – Artikel zum Slogan „Schwerter zu Pflugscharen“
Bischof Klaus Küng zu 40 Jahre Fristentötung

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