Glaube statt Sternenstaub

„Die Zeiten damals, als wir geheiratet haben, das können sie sich gar nicht vorstellen…“ (Diesen Satz höre ich immer wieder bei diversen Hausbesuchen.)

Und in der Tat waren es andere Zeiten damals vor 60, 50 oder 40 Jahren. Daraufhin habe ich dann angemerkt, dass es ja durchaus im Krieg und in der Nachkriegszeit junge Menschen gab, die nicht mal eine Jugend hatten. Daraufhin haben sie gesagt, dass man das auch nachholen kann.

Mir wird daran deutlich, dass jede Generation ihre Probleme hat, aber eben auch ihre Chancen.

Dass jeder Mensch eben die Chance hat, etwas aus seiner Arbeit, seinen Begabungen zu machen, aber eben auch etwas zu machen aus seiner Liebe.

Der Mensch ist also kein Wesen dem alles in den Schoß fällt. Der Mensch ist kein Wesen, das sich einfach so gehen lassen sollte.

Der Mensch, er gestaltet sein Leben, seine Liebe und auch seinen Glauben.

Genau deshalb ist uns auch der heilige Thomas so symphatisch.

Und es ist Jesus, der dem hl. Thomas und uns ein ganzes Stück entgegen kommt.

Dies Erscheinung des Auferstandenen ist für mich typisch für die Kirche und wie ich Kirche verstehe. Da ist kein Gott oder keine Engelsgestalt, die mal so in die Mitte tritt und dann ihren Sternenstaub über die Menschen gießt und dann ist alles wieder gut. Nein. Er kommt an einem Sonntag, wo sich die Menschen versammeln. Er kommt in das abgeschlossene Zimmer, wo wir ihn manchmal nicht erwarten. Er sagt zweimal “Der Friede sei mit euch.” Manchen von uns, muss man es halt zweimal sagen. Er gibt den Apostel Vollmacht Sünden zu Vergeben.

Jesus sagt dann auch nicht, ach, der Thomas war heut nicht da, macht nix, schick ich´s mit der Post. Also die Gnade kann man nicht von der Ferne erhalten, sondern man muss schon da sein.

Und dieser Jesus, er ist auch kein “Alles-wird-gut-Gott” – Du musst nur daran glauben. Nein. Er hat seine Wunden noch. Und er weiß, dass auch wir Wunden haben und dass wir nur mit den Wunden gerettet werden.

In dieser sonntäglichen Feierstunde dürfen wir unsere Taufgnade neu in uns entfachen. Wir dürfen daran denken, wie wir durch die Sakramente (Ehesakrament) uns (gemeinsam) auf diesen Weg des Glaubens gemacht haben.

Lesungstexte des Weißen Sonntags

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s