nur eine Handvoll

Gestern hat mich in Altenmarkt ein 11 oder 12jähriger Ministrant traurig gefragt, warum eigentlich nicht alle Menschen an Jesus glauben?! Angespielt hatte er damit auch auf das Weihnachtsfest; er meinte es gäbe doch tatsächlich Menschen, die würden Weihnachten gar nicht feiern!
Auf so ehrliche Kinderfragen antworten wir oft relativierend. Ich habe dem Bub gesagt, dass es halt Menschen gibt, die kennen Jesus nicht. Außerdem feiern viele Weihnachten, wissen aber gar nicht warum. Oder bei denen hat Weihnachten dann einen ganz anderen Sinn.
Natürlich greift das Problem von unserm Ministrant aus Altenmarkt tiefer. Und ich bin und war immer der Überzeugung, dass es viele Probleme und Konflikte, die wir heute haben, schon immer gegeben hat und wir aber so tun, als ob sie typisch wären für unsre Zeit. Die hat es schon immer gegeben.
Die große Menge stand eben nicht hinter Jesus. Ist ihm nicht gefolgt.
Ich kann mir auch vorstellen, nein, ich bin mir sicher, dass Johannes der Täufer einige Jünger hinter sich gescharrt hat und die sind dann aber nicht Jesus nachgefolgt.
Ich bin mir sicher, es gab sie damals, es gibt sie heute: Menschen, die Jesus stark finden, aber die Mühen nicht aufnehmen.
Zum Beginn des Lukasevangelium wird der Prophet Jesaja zitiert: „Ebnet ihm die Strassen! Jede Schlucht soll aufgefüllt werden…“ Das schaut für mich erst mal nach harter körperlicher Arbeit aus.
Und natürlich ist das nicht so gemeint, dass wir jetzt alle beim Straßenbau anfangen sollen.
Aber das Kommen Gottes in unsere Welt hat etwas mit Mühen zu tun. Wir sollen uns vorbereiten und all den unnötigen Krempel aus unseren Wohnungen werfen – sei es die echte Wohnung, sei es die Wohnung unseres Herzens, die manchmal (Zitat JC) wie eine Räuberhöhle ausschaut.
Weihnachten ist sicher ein Fest für die ganze Menschheit. Wo die Liebe Gottes in die Welt eintritt und das in einem kleinen Kind im Stall von Bethlehem. So hieß es ja gerade im Schlusssatz des Evangeliums: „Und alle Menschen werden das Heil sehen, das von Gott kommt.“
Und doch sind es nur eine Handvoll, die ihn den Herrn, dann auch in ihr Herz aufnehmen und über ihr Leben regieren lassen

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