Jesus – kein Caterer, aber ein FREUND

Bei Großereignissen wie Olympia, der Fußballeuropameisterschaft oder auch einfach nur im Flugzeug kann der Veranstalter die Mengen nicht satt machen. Es wird praktisch immer ein Caterer bestellt, der professionell Essen herbeischafft. Selten kümmert sich der Hausherr heutzutage noch um seine Gäste selber.

Bei Gott und seinen Propheten ist das anders. Mose, Elisha und Jesus kümmern sich um ihr Volk. Letztlich ist es Gott, der sich um sein Volk kümmert. So etwa beim Manna in der Wüste (Exodus 16). Das Volk hungert und murrt, weil es nichts zum Essen hat. Der HERR hört das berechtigte Murren seines Volkes. Er schickt Fleisch und Brot, das die Menschen satt macht. Doch sie sollen nichts davon aufbewahren. Auch hier steckt schon im Kern ein Auftrag an uns: Wir sollen Gott vertrauen und keine Vorräte ansammeln. Dank Gottes Sorge um uns war es möglich, dass das Volk 40 Jahre in der Wüste unterwegs war.

Die Stelle von der Brotvermehrung erinnert aber weniger an das Wunder in der Wüste, sondern es knüpft an die Geschichte von Elisha an.

Bei diesen Erzählungen von den Gaben, die uns der Herr schenkt, geht es auch darum, wie wir mit Lebensmittel umgehen. Es ist nicht das Wichtigste an diesen Erzählungen, trifft nicht den Kern, da ja Jesus unser Brot des Lebens ist. Und doch soll unser ehrfürchtiger Umgang mit der Heiligen Kommunion fortgetragen werden in unserm Alltag.

So ist beim Bericht über das Manna in der Wüste und bei der wundersamen Brotvermehrung auch von Resten die Rede. Und es wird davon gesprochen, dass diese nicht verderben sollen.

Jesus und seine Jünger sind vielen Problemen ausgesetzt. Einmal sind diese Probleme logistischer Art. Wie kann man die Menge satt machen?! Also materielle Probleme.

Auf der anderen Seite ist da das Probleme der Erwartungshaltung. Das Volk, das IHN zum König machen will. Etwas, was er von Anfang an ablehnt. Warum eigentlich? Hätte ER als König nicht seinem Volk so viel zu geben?

Warum setzt er nicht auf dem Höhepunkt seiner Popularität die Eucharistie ein! Warum erst in diesem Abendmahlssaal – so gar nicht publikumswirksam. Im Abendmahlssaal im Kreise seiner Freunde. Ja, einer ist sein Verräter, einer wird ihn verleugnen. Nur einer von Zwölf wird noch unter dem Kreuz stehen. Und trotzdem zögert Jesus nicht eine Sekunde diese Zwölf seine Freunde zu nennen. Und vielleicht ist das, das Geheimnis der Eucharistie. Dass wir seine Freunde sind und das wir so in enger Beziehung zu ihm stehen. Das er, als guter Freund weiß, was wir brauchen und dass er sich uns schenkt in dieser kleinen Hostie.

Jesus hätte den roten Mantel des Königs schon bei der Brotvermehrung annehmen können (auf dem Höhepunkt seiner Popularität). Zu einem späteren Zeitpunkt bekommt er ihn. Wenn er am Morgen des Karfreitags von den Soldaten verspottet wird. Hohn und Gelächter, Schläge und Spucke ist das was Jesus jetzt kassiert. DAS hätte er sich ersparen können. Auch das ist das Geheimnis der Eucharistie. Das diese Liebe zu seinen Freunden, zu Dir und mir alles übersteigt. Alles erträgt.

Jesus, du unser Freund. Schenke DICH uns in dieser kleinen Hostie heute von Neuem. Amen.

verwandter Link:

Zeichen und Wunder erklärt von Rainer Gollwitzer auf Credo.de (evangelisch)

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