die Dürre und die Wolke auf dem Berge Karmel

Zwei unserer Kirchen im Pfarrverband stehen direkt an der Straße: Unterlaussa und Altenmarkt, Vielleicht nicht gerade typisch für ein Gotteshaus; man würde doch eher als Platz für eine Kirche eine Anhöhe wählen. Es kann sein, dass die Erbauer auch daran gedacht haben, dass die Menschen oft einen weiten Fußweg zu ihrer Kirche gegangen (gehatscht) sind?! Und dann wäre eine Kirche auf einem kleinen Berg eine zusätzliche Beschwernis.

Beim Begräbnis am Freitag ist mir die Nähe zur Straße besonders aufgefallen. Die Ennstal-Classic-Rallye ging direkt hier vorbei und ich habe beim Predigen teilweise mein eigenes Wort nicht verstanden.

Nein, mit Beschaulichkeit hat das dann nichts zu tun. Und doch ist unsere Pfarrkirche direkt an der Straße ein Ort der Beschaulichkeit, lädt sie doch ein, auszusteigen aus dem Auto oder abzusatteln vom Fahrrad und einizuschauen. Und gerade unsere offenen Kirchen sind Oasen in der trockenen, lauten und lieblosen Welt.

An so einem regnerischen Sommertag will man nicht unbedingt um Regen bitten; aber in dieser Woche soll es ja etwas wärmer werden – zumindest der Regen wird etwas wärmer…

doch wir haben auch schon Trockenzeiten erlebt und gerade im Orient ist es sehr trocken und da ist eine Wolke Sinnbild für Leben und lebenspendende Kraft. Im Norden des kleinen Landes Israel gibt es ein Gebirge: 23 Kilometer lang und acht bis zehn Kilometer breit und es erhebt sich bis zu einer Höhe von 546 Metern entlang der Mittelmeerküste. Der KARMEL.

Sinnbild für Vegetation. Hier ist es grün. Hier lebt das Wüstenland.

Und doch gab und gibt es auch hier Zeiten der Dürre, Zeiten in denen man den Regen sehnlichst herbei wünscht. So etwa 2010 bei einem verheerenden Waldbrand.

ZZ des Propheten Elias gab es in Israel eine ähnliche Dürre. Diese Naturkatastrophe kam daher mit einem totalen Werteverfall. Man wandte sich vom Glauben an Jahwe, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, ab und wandte sich neuen Göttern und Götzen zu. In diese Zeit hinein rief der Prophet Elias sein Wort. Er verkündigte dem König, dass die Dürre bald enden werde, stieg auf den Gipfel des Karmel, beugte sich zur Erde nieder, den Kopf zwischen den Knien, seinen Geist gesammelt im Herzen und begann zu beten. Sieben mal sandte er seinen Diener: er sollte nachsehen, ob über dem Meer eine Wolke am Horizont erscheinen würde. Beim siebenten mal erschien eine kleine Wolke, die wie der Fußabdruck eines Menschen aussah. Schnell verdunkelte sich der Himmel und Regen fiel in Fülle und tränkte die Erde mit dem Segen des Himmels.

Auch in unserer Kirche sind Wolken dargestellt. In der Mittes des Altares. Unter dem großen Bild (Maria auf einem Halbmond und einer Wolke) und auf den drei oberen Rosenkranzbildern: Maria wird in den Himmel aufgenommen, im Himmel gekrönt und Maria begegnet dem Erzengel Gabriel, der auf einer Wolke daher kommt). Man sieht hier wie die christliche Kunst das Bild der Wolke aufgenommen hat. Immer da, wo eine Licht oder eine Wolke ist, da ist Gott in seiner Allmacht. So beschreibt es die christliche Kunst.

Dieses Zeichen der Hoffnung, diese Wolke, die einst Elias sah, sie wurde bald mit der Gottesmutter Maria verglichen. So soll schon im Alten Bund Maria vorhergesagt worden sein.

Wie die Wolke, die über dem Meer aufstieg, nichts von der Salzigkeit des Wassers hatte und in ihrem Aufsteigen nicht von seinem Gewicht gehindert wurde, so ging Maria ohne den Makel der Erbsünde aus dem menschlichen Geschlecht hervor. Die Wolke ist von derselben Natur wie das Wasser und hat doch nichts von seiner Bitterkeit. Ihr Regen tränkt das ausgedörrte Land und spendet Fruchtbarkeit. Der Regen, der sich aus dieser kleinen Wolke über dem Meer ergießt, bringt den Menschen den Erlöser: Tauet Himmel, den Gerechten, ihr Wolken regnet ihn herab, so singen wir ja im Advent. (Quelle)

Das heutige Fest erinnert die Karmeliten und uns an die Beschaulichkeit. Das heisst wir sollen das Gott verinnerlichen. Der Prophet Elias „beugte sich zur Erde nieder, den Kopf zwischen den Knien, seinen Geist gesammelt im Herzen und begann zu beten.“ Dieses Gebet sprach er in tiefster Not. Dürre herrschte und die halbe Welt hatte sich gegen ihn verschworen. Aber Elias betete so inständig, dass Gott es zum Guten wendete. Auch die Muttergottes hat diese Zeiten der Dürre erlebt. Wir sehen vorne am Altar die Rosenkranzgeheimnisse. Nicht wenige von ihnen haben mit mütterlichen Schmerzen und Not zu tun.

Wagen auch wir es – nachdem wir heute ordentlich unser Pfarrfest feiern – innig zu beten, wie Elias und Maria. Und vor allem mit Maria.

verwandte Links:

http://zeitzubeten.org/2012/07/13/fest-unserer-lieben-frau-vom-berge-karmel-braut-des-lammes/

http://www.prophet-elias.com/das-leben-des-propheten-elias/

Texte zum Fest Maria vom Berge Karmel

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Ein Gedanke zu “die Dürre und die Wolke auf dem Berge Karmel

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