Steve Jobs und der Heilige Geist

meine Pfingstpredigt:

Am 05. Oktober letzten Jahres starb ein genialer Mensch im kalifornischen Palo Alto an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs: Steve Jobs, der Gründer von Apple. Wie kaum ein anderer verstand er es, Dinge zu entwickeln, von denen wir dann glauben, wir brauchen sie. Genial einfache Dinge, die dann aber ordentlich teuer sind: Mac, ipod, iphone oder ipad. Sie alle vereinte ein schönes Design für die Augen und revolutionäre Technik für Arbeit und Freizeit.

Wenn Jobs ein neues Produkt präsentierte, hatte das religiöse Züge. Er stand vorne und seine Jünger im Publikum waren high und vollends begeistert. Jobs verstand es, die Spannung vor der Veröffentlichung zu steigern und jeden im Saal zu überzeugen, dieses Gerät, das brauche ich.

In seiner Biografie wird klar, dass er menschlich gesehen, ein ziemlich schwieriger Typ war, der seine Meinung keine Sekunde verbarg.

Man verzieh ihm dies wahrscheinlich deshalb, weil er kontinuierlich an seinen Produkten arbeitete und seine Mitarbeiter motivierte, besser zu sein.

Wenn ich mir diesen Mann anschaue, finde ich auch posititive Charakterzüge. Ich glaube durchaus, dass es gut ist, auch solche aggressive Menschen zu haben, die mit ihren Visionen ein Unternehmen oder einen Staat leiten. Die keine Sekunde bereit sind, Kompromisse einzugehen, da sie einen Weg gehen wollen, von dem sie überzeugt sind, das ist der bessere Weg. Jobs bedauerte vor seinem Tod, es gäbe nur wenig Menschen, die klar zu anderen sagen, was sie denken und die führen bzw. eine Richtung vorgeben. Wobei Jobs natürlich klar machte, dass er so ein Mensch ist.

Sicher hat der Heilige Geist im Erfinder und Visionär Steve Jobs gewirkt. Diese schöpferische Kraft Gottes ist es, die uns Menschen antreibt Großartiges zu machen.

Die leibliche Mutter Steve Jobs´ hätte ihn fast abgetrieben. Auch hier wirkte der Heilige Geist, der uns in schwierigen Situationen stärkt und unser Ja zum Leben in uns spricht.

Aber keine Angst, ich will diesen Technikguru hier nicht als unsern neuen Messias einführen. Ich glaube, dass der Geist Gottes weht, wo er will. Das er keine Grenzen kennt und sich so über die ganze Menschheit ergießt.

Und doch ist dies nicht das Wunder des Pfingsttages.  Das Wunder des Heiligen Geistes ist, dass er ausgegossen ist, über unsere Herzen. Dass er unser hartes Herz weich macht, so dass wir IHN, unsern Herrgott lieben können, genauso wie unsere Mitmenschen und uns selbst.

Im Monat Mai verehren wir besonders Maria, die Muttergottes. Und wenn das Mädchen Maria ihr „Ja“ zu Gott spricht, „Ja, Gott, so wie du es willst, so soll es geschehen“. Dann ändert sich unsere Welt. Das ist das Wunder von Pfingsten.

Wenn ein Mensch einem andern verzeiht. Wenn ich versuche, einen Menschen zu verstehen, ihn zu lieben, ihn mit Gottes Augen zu sehen, dann hat geschieht wirklich Großartiges. Dann ändert sich unsere Welt. Das ist das Wunder von Pfingsten.

Wenn ich mich selbst annehmen kann, mich selbst lieben kann und aus ganzem Herzen dankbar bin für das, was mir Gott geschenkt hat. Dann ändert sich unsere Welt. Das ist das Wunder von Pfingsten.

Große Veränderungen fangen oft klein an.

Aus diesem unmotivierten Haufen von Fischern aus Galiläa wird mit dem Pfingsttag die Keimzelle für die heilige Kirche. Bis heute baut die Kirche am Reich Gottes, predigt den Völkern weltweit das Evangelium Jesu Christi. Angetrieben und geeint durch den Heiligen Geist.

Leider sind wir Christen sind oft mehr nur Reagierende, die sich von Gefühlen und Meinungen leiten lassen, statt aktiv unsere Welt zu gestalten. Viele Christen leben, als ob Pfingsten noch vor uns läge. (Corrie ten Boom)

Die Liebe, die den Vater dazu gebracht hat, uns den Sohn zu senden, ist mit unserer Taufe und Firmung über uns ausgegossen. So haben auch wir diesen Motor der Liebe in uns. Und es liegt an uns – das ist unsere freie Entscheidung, die Gangschaltung zu betätigen. Vom Leerlauf auf den ersten Gang zu schalten und dann auf den zweiten und dritten und endlich loszufahren.

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