das Ikeaprinzip

Für das Miteinander-Arbeiten finde ich das Ikeaprinzip genial. Letztlich hat der Möbelriese seinen Erfolg darauf aufgebaut. Es geht dabei darum, dass wir zB. ein Regal kaufen, das Holz ist zugeschnitten, die Löcher gebohrt, Schrauben und Werkzeug befinden sich in der Verpackung. Man muss das Regal nur noch aufbauen. „Ein Teil machen wir, ein Teil machen sie.“ Gerade für uns Benediktiner kann so eine gemeinsame Arbeit sehr fruchtbar sein. Handarbeit ist unserm Ordensvater ja ein Anliegen.

Sie sind dann wirklich Mönche, wenn sie wie unsere Väter und die Apostel von ihrer Hände Arbeit leben.  (RB 48,8)

Benedikt spielt dabei auf den Zeltmacher Paulus an oder auf die Wüstenväter, die sich durch Handarbeit ihr Brot selber verdient haben.
Benediktinerklöster haben meist Angestellte. Nun haben wir drei Möglichkeiten: 1. die Angestellten machen alle Arbeit für uns. 2. Wir machen unsre Arbeit und kümmern uns nicht darum, was andere arbeiten. Oder eben 3. – das Ikeaprinzip. Manche Dinge können andere besser, bei manchen Dingen ist mein Einsatz gefordert. Und zusammen gelingt uns vieles besser.

Ich denke da auch an die alten Handschriften, die in der Admonter Schreibwerkstatt hergestellt wurden: Da hat nicht ein Mönch ein ganzes Buch gefertigt, sondern man schuf so ein Werk in Teamwork. Einer schnitt die Blätter zu, der Nächste zog die Linien, ein weiterer malte die Initialen und Bilder, der letzte Mönch band das Buch zusammen.

Ich kann nicht alles alleine machen, aber gemeinsam können wir Großes schaffen.

Ähnlich ist es auch am Christi Himmelfahrtstag. Jesus Christus fährt in den Himmel aufi. Lässt uns zurück. Die Bauleitung für das Reich Gottes hat er uns gegeben, die zugeschnitten Bretter, ebenso die Werkzeuge… Nun liegt es an uns!

Links:

Artikel von Rosemarie Stresemann über das Ikeaprinzip

Ikea

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Ein Gedanke zu “das Ikeaprinzip

  1. rosemarie24

    Freue mich über die Anregung, die mein Artikel auch für das Mönchsleben ergeben hat,
    Lieber Grüße
    Rosemarie Stresemann

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