weil Gott es gefallen hat, hat er sie schon von Anfang an erlöst.

Predigt zum Hochfest der Erwählung Mariens (wenn ich ne Predigt vorbereite, denke ich an das Mütterchen im Volk, das mich hoffentlich versteht, ich denke an Pater Karl Wallner OCist, der mich hoffentlich noch für katholisch hält und ich denke an Pater Johannes Schneider OFM, der gesagt hat, dass ein Predigt immer ein bisschen häretisch sein muss – sonst ist sie nicht interessant)

jetzt aber die Predigt: Um einen Menschen zu beschreiben, nutzt man oft dessen Lebenslauf. Den kann man auch schönigen.
Berufliche und persönliche Niederlagen lässt man weg. Erfahrungen und Auszeichnungen schmückt man noch ein bisschen aus. Wenn man als Verstehender so einen Lebenslauf liest, gibt man sich gern damit zufrieden. Wenn man den Betreffenden kennt, dann weiß man, dass das MEHR ist. Das es tiefe Enttäuschungen gab; man denkt vielleicht, wann habe ich diesen Mann/ diese Frau das erste Mal gesehen? Wo erschien er mir als guter Mensch? Wo entpuppte er sich als Niete oder gar als Monster?
Gott kennt uns. Er kennt nicht nur unseren tabellarischen Lebenslauf, sondern er nimmt sich unser an: von der Empfängnis bis zur Geburt bis zum Tod und darüber hinaus.
Er kennt Maria, die Mutter unseres Erlösers: von der Empfängnis bis zur Geburt bis zu ihrer Himmelfahrt und darüber hinaus.
Großes hat er mit ihr vor. Darum steht ihr Leben unter einen besonderen Stern.
Großes hatte Gott überhaupt mit der Menschheit vor. Er schuf den Menschen, wie wir in der Genesis lesen und hat gewusst, diese Schöpfung und in ihr der Mensch sind gut. „ER sah, dass es gut war.“
Doch dann hat der Mensch Adam sich gegen Gott gestellt. Nein, ich will nicht so wie du willst, Gott! Oder wie Paulus schreibt: „durch den Ungehorsam des einen Menschen wurden die vielen zu Sündern gemacht“. Röm 5,19
Seitdem lastet auf uns diese Schuld; Adam, der dieses NEIN gesagt hat. Dieses Nein das vor der Taufe immer noch in uns drin ist.
Und jetzt hat der HERR noch einen größeren Plan. Er will den Mensch, dich und mich, erlösen von der Schuld, die unser Herz so schwer macht,
Gott hat den Beschluss gefasst Mensch zu werden. Ein Mensch, der sich am Kreuz für uns hingibt. So schreibt Paulus: „Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die vielen zu Gerechten gemacht.“ Röm 5,19 Dieser Beschluss Gottes ist gut gefasst und Maria wird von Gott erwählt. Aus ihr geht unser Retter hervor. Am Kreuz stirbt er für uns. Damit ist unsre Schuld ein für allemal getilgt. Diese Erlösungstat schafft uns Befreiung – Befreiung von der Schuld Adams. Und Maria, weil Gott es gefallen hat, hat er sie schon von Anfang an erlöst.

Erhabne Mutter des Erlösers,
du allzeit offene Pforte des Himmels
und Stern des Meeres,
komm, hilf deinem Volke,
das sich müht, vom Falle aufzustehn.
Du hast geboren, der Natur zum Staunen,
deinen heiligen Schöpfer.
die du, Jungfrau davor und danach,
aus Gabriels Mund vernahmst das selige Ave,
o erbarme dich der Sünder.

FÜRBITTEN

Wir beten zu Jesus Christus, der Maria zu seiner Mutter erwählte:
Heilige deine Kirche, und bewahre sie vor der Verderbnis der Sünde
Höre auf die Fürsprache der Gottesmutter, und schenke allen Menschen Frieden.
Tilge auf ihre Fürbitte die Schuld der Menschen.
Lass in unserer Gemeinde das Lob deiner Mutter nie verstummen.
Steh den österreichischen Benediktinern bei, dass Gott durch ihr Beten und Arbeiten verherrlicht werde.
Allmächtiger Gott, du hast die allerseligste Jungfrau Maria mit der Fülle der Gnaden beschenkt. Auf ihre Fürsprache erhöre unser Gebet durch Christus, unseren Herrn.     A.: Amen.

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