Predigt zum Rosenkranzmonat

Auf Flughäfen und Bahnhöfen bedient man sich einer einfachen Bildersprache. Man verwendet Symbole, die auch Menschen verstehen, die evtl. nicht aus unserem Kulturkreis stammen. ZB ein Flugzeug, das nach oben steigt. Ah, der Betrachter weiß, hier geht´s zum Abflug. Oder das berühmte Männlein – es weist den Weg zu Herrentoilette…
Solche einfachen, knackigen Symbole nennt man Piktogramme.
Welches Piktogramm würde man wohl der katholischen Kirche verpassen? Am naheliegensten ist der Rosenkranz. Er steht für das, was katholisch ist.
Ich möchte ihnen in einigen kurzen Worten den Rosenkranz an Herz legen. Was für eine Bedeutung hat diese Perlenschnur für unser Leben?
Beim Rosenkranz hängt am Ende und am Anfang ein Kreuz. Es weist uns auf die zentrale Gestalt unseres Glaubens hin: Jesus Christus, der für uns gelebt und gelitten hat; er ist für uns gestorben und auferstanden.
Der Rosenkranz ist ein zutiefst biblisches Gebet. Das Vaterunser und der erste Teil des „Gegrüßte seist du Maria“ sind der Bibel entnommen. Wenn wir „Gegrüßet seist du Maria“ beten, dann sprechen wir Maria mit den Worten Erzengels Gabriel an (Lk 1,28-31):
Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. = Gegrüßet seist du Maria, du bist voll der Gnade.
Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. = Du bist gebenedeit unter den Frauen.
31 Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. = Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes Jesus.

Ein Gebet bei dem Jesus im Zentrum steht. Man versucht uns Katholiken immer wieder zu unterstellen, wir würden Maria anbeten. So wie bei der Botschaft des Engels alles auf Jesus abzielt, ist auch die Person Jesus zentral im Rosenkranz.
Auf einer Pilgerfahrt an der ich teilnahm, hat ein mal ein leicht Behinderter den Rosenkranz im Bus vorgebetet. Bei dem Namen Jesus wurde er immer laut und war voller Freude. Wir müssen nicht in Ekstase ausbrechen, aber wenn wir den Rosenkranz beten, dann sind wir angehalten, unsere ganze Hoffnung und Liebe in diesen Namen Jesus zu stecken.
Der Rosenkranz gibt es und Chance das Leben Jesu zu betrachten: Wir empfinden mit Maria und der Kirche Freude, Licht, Leid und Glorie, wenn wir Jesu Leben betrachten.
Der zweite Teil des Bittgebets erinnert mich stark an das heutige Evangelium. „Bitte für uns Sünder“ – Es ist das Gebet des Zöllners im Evangelium. Damit verbunden ist der Auftrag Jesu an uns, dass wir uns hinten anstellen sollen und uns immer wieder bewusst machen sollen, dass wir Sünder sind.
Jedes Gesätz des endet mit dem „Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist“. Dies ist der Lobpreis, den die Engel beten und mit ihnen die ganze Kirche.

Thomas sein Abendland weist auch auf ein katholisches Piktogramm der besonderen Art hin. LIES HIER!

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