Dawkins trifft Papst Benedikt

zumindest wäre das mein Wunsch. Aber wie soll man mit solchen Fundamentalisten reden? Ich meine Dawkins und seine atheistische Front!

Meine Sonntagspredigt: Papst Benedikt besucht zZ. England. Sie haben das vielleicht in den Medien verfolgt. Ich finde das zutiefst spannend, wenn der Heilige Vater dort auf ein atheistisches Umfeld trifft und sich mit diesem intellektuell auseinandersetzt. Das ist die Stärke dieses Papstes. Atheisten und Agnostiker werden in Rom schon lange angehört und man setzt sich mit ihnen auseinander. Ich frage mich: Lohnt es sich wirklich mit den Atheisten zu streiten?
Zu Beginn dieser 2.500 Jahre alten Diskussion steht auch der Autor des Psalms 14 heißt, dort heißt es:
Die Toren sagen in ihrem Herzen: „Es gibt keinen Gott.“ Und weiter: „Sie tun nichts Gutes.“ Und Gott ist demnach auf der Seite der Gerechten… Wir Mönche von Admont und auch der Papst beten diesen Psalm regelmässig. Dennoch ist uns klar, dass die Sache nicht so einfach ist.
Wenn ich mir zB den Engländer Richard Dawkins anhöre, muss ich mich wirklich fragen, inwieweit der Glaube an Gott zu einem Wahn werden kann. Lt. Dawkins fällt es einem Gottgläubigen viel leichter einen Menschen zu töten. Und ich denke da an radikale Moslems, die wirklich einem Wahn verfallen sind.

Dawkins redet außerdem vom Guten Menschen. Diejenigen, die nur aus Angst vor Gott gut handeln, spricht er ab gute Menschen zu sein. Sie benehmen sich nur gut, weil sie hoffen zur Belohnung in den Himmel zu kommen. Statt dessen hat er Respekt vor jmd. der gut handelt, weil er das als das Richtige erkannt hat.
Und so gehört es ab jetzt zu meiner Gewissenserforschung, tue ich dem anderen nur Gutes, weil ich besser da stehen will, oder weil ich, ja warum eigentlich? Das hat man Mutter Theresa von Kalkutta auch schon immer vorgeworfen, dass sie nur Gutes tut, weil sie an Gott glaubt. Ist Dawkins jetzt unser Richter, der entscheidet, wann eine Handlung gut ist. Nein. Das soll ein anderer beurteilen. (Gott!)

Interessanterweise spricht Dawkins auch vom spirituellen Erleben. Wenn er ne Schubertsonade hört oder ein Wissenschafter ne Entdeckung macht. Der Geist weht, wo er will. Auch bei den Atheisten.

„Religion“, beschreibt Dawkins, „als Überbleibsel vorwissenschaftlicher Welterklärung.“ Und er hofft,
„dass Religion irgendwann der Vergangenheit angehört“.
Und spätestens jetzt gibt es sowas wie einen atheistischen Eifer. Ich werde nicht eher ruhen, bis alle Menschen Atheisten sind. Quasi eine Pervertierung des Missionsauftrags Jesu „Macht alle Menschen zu meinen Jüngern“.

Natürlich amüsiert es mich, dass die neue atheistische Bewegung fundamentalistische Züge hat: Eine Leitfigur, eine Moral, die man wiederum anderen abspricht, man bezeichnet die anderen als dumm usw..

In der Pastoralkonstitution Gaudium et Spes (19-21) setzt sich das II. Vatikanische Konzil mit dem Atheismus auseinander. „Der Mensch ist vom Schöpfergott mit Vernunft und Freiheit als Wesen der Gemeinschaft geschaffen.“ Wenn das Fundament des Glaubens fehlt wird die Würde des Menschen verletzt. ER ruft uns auf „zu tieferem Nachdenken und demütigeren Suchen“. Die Kirche muss ein „Zeugnis eines lebendigen und gereiften Glaubens“ geben.
Gott, ich danke Dir, dass wir eine Heilige Schrift haben, in der auch Kritik geübt wird. Der Prophet Amos kritisiert die Menschen, die denken außerhalb des Festtages darf man Unrecht tun und den andern hintergehen. Unser Heiland nimmt nie ein Blatt vor dem Mund, wenn es darum geht soziale Ungerechtigkeiten der Gläubigen anzuprangern.
Hilf uns dass wir – und jetzt spiele ich auf das Tagesgebet an – sowohl die Liebe zu dir als auch zu den Nächsten nicht aus den Augen verlieren. Das ist der Weg den wir als Christen gehen wollen.

Video: Kulturzeit zum Thema – die An- und Abmoderation ist auch ganz nett:

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