Heute feiern wir im Stift Admont unsere Gründerin Hemma von Gurk. In seiner Predigt unterstrich Abt Bruno die Bedeutung des Augensegens. Nach der Messe wird nämlich immer mit einer Reliquie der heiligen Hemma der Einzelsegen gespendet.
Es geht beim Christsein darum, dass man wirklich hinschaut/ hinsieht. Die Bedeutung des Sehens wird deutlich, da viele Begriffe unseres Lebens mit dem Sehen zu tun haben. Wenn zum Beispiel die Mama in das Zimmer des Sohnes kommt und sie sieht nur das Chaos, aber der Sohn sagt, ich hab den Überblick. Das ist dann die berühmte Ordnung im Chaos. Oder wenn jemand bei einer Prüfung sagt, ich habe den Durchblick. In unserem Leben brauchen wir Vorsicht, damit wir Gefahren erkennen, bzw. den anderen nicht umfahren. Im Miteinander brauchen wir wir Rücksicht, damit wir den anderen auch sehen. In Jericho trifft ein Blinder auf Jesus. Zuerst nimmt ihn seine Umgebung nicht wahr. Doch als ihn Jesus gesehen hat, sehen ihn auch die anderen. Es geht darum, Not zu sehen. Steh auf, er ruft dich, sagen Sie zu den Blinden. Jesus sagt: was soll ich dir tun? Der Blinde soll sich erst einmal den Kummer von der Seele reden. Jesus heilt den Blinden. Der kann wieder mit den Augen seines Leibes sehen. Aber auch mit den Augen seines Herzens. Der Blinde glaubt. Dies ist das eigentliche Sehen. Das Sehen des Herzens. In diesem Sinne sollen Sehende werden. Der Hemmasegen hilft uns klar zu sehen – ohne Nebel.
Hemma und der Augensegen
Veröffentlicht: 27. Juni 2012 in Admonter Mönche, Diözese Graz-Seckau, Heilige Frauen, PredigtSchlagworte: Gründerin, Hemma von Gurk, Stift Admont
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